Tonnenauslieferung vor dem Start

Bis Mitte Dezember soll das Gros der neuen Mülltonnen verteilt werden. Bei der Stadt sind 3500 Rückmeldungen eingegangen.

Wülfrath. Die Umstellung von Müllsäcken auf Tonnen nimmt weiter Formen an. „Wir haben vergangene Woche die Mülltonnen bestellt. Unser Ziel ist es, bis Mitte Dezember alle an die Bürger auszuliefern“, sagte Stadtsprecherin Franca Calvano im Gespräch mit der WZ. Bis zum Stichtag 31. August hatte es rund 3500 Rückmeldungen von Immobilien-Eigentümern gegeben, bei denen es Änderungen des benötigten Volumens gab. „Ihre Daten werden aktuell in die Software eingegeben“, stellte Franca Calvano fest.

Franca Calvano, Stadtsprecherin, zum Prozedere der Umstellung von Müllsäcken auf Tonnen

Damit sind die Weichen für die Umstellung gestellt. Aber: „Die Verwaltung verschickt auf die Rückmeldungen keine Bestätigungen. Das schaffen wir zeitlich nicht“, sagte Franca Calvano. Das hatte wohl bei einigen Bürgern zu Irritationen geführt. Laut Verwaltung haben sich mehrere Leute telefonisch bei der Stadt gemeldet, um zu erfahren, ob mit der Bestellung alles in Ordnung ist.

5500 Schreiben hatte die Verwaltung im vergangenen Juli insgesamt versandt — und mit einer Rücklaufquote von 3000 bis 3500 gerechnet. Diese Erwartung wurde voll erfüllt. Für diejenigen Immobilienbesitzer, die eine Antwort schuldig blieben, werden nun anhand der gemeldeten Personenzahl die Tonnengrößen nach Satzung bestimmt, erklärte die Sprecherin.

Die Umstellung von Müllsäcken auf Tonnen soll am 1. April komplett abgeschlossen sein. Damit greift eine weitere Neuerung. Der Abhol-Rhythmus ist alle 14 Tage bei Einzeltonnen. Sie werden ein Fassungsvermögen von 40, 60, 80, 120 oder 240 Litern haben. Die Stadt rechnet bei ihrer Kalkulation pro Person mit einem Müllaufkommen von zehn Litern pro Woche.

Die Restmüllcontainer mit einem Fassungsvermögen von 700 oder 1100 Litern werden auf Wunsch der Eigentümer wöchentlich abgeholt — allerdings kostet dies die doppelte Gebühr, wie Abfallberaterin Ulrike Eberle bereits bei einer Pressekonferenz Anfang Juli angekündigt hatte. Single-Haushalte wiederum bekommen automatisch 40-Liter-Tonnen, weil es keine kleineren im Angebot gibt. Sie können aber auch einen Vier-Wochen-Abholrhythmus vereinbaren.

Die Mülltonnen werden zudem — wie auch die Bio- oder Papiertonnen — mit Chips versehen. Auf ihnen wird vermerkt, wem die entsprechende Tonne gehört und wo sie zu stehen hat. Die Chips werden die Daten auf direktem Wege in das Führerhaus des Müllwagens senden. Diese Technik soll verhindern, dass Mülltonnen (vorübergehend) verschwinden, wie es in der Vergangenheit des öfteren vorgekommen ist. Eine rote Lampe wird dem Fahrer signalisieren, dass der Standort nicht mit dem Besitzer übereinstimmt — und die Tonne wird erst geleert, bis dies geklärt ist.