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Technik füür reine Luft in den Kutscherstuben in Düssel

Wülfrath : Reine Luft im Restaurant auf Knopfdruck

In den Kutscherstuben in Düssel kommt ein vollautomatischer Luftreiniger zum Einsatz.

Ein kleiner Kasten mit großer Wirkung steht derzeit im Restaurant Kutscherstuben an der Dorfstraße in Wülfrath-Düssel. Inhaber Frank Hamann hat sich mit dem IQ Air Luftreiniger eine vollautomatische Lösung zur Reinigung der Luft für seine Gasträume geschaffen. „Die Luft wird kontinuierlich angesogen und gefiltert“, erklärt Hamann, im Gespräch mit der WZ, der somit der Ausbreitung der Corona-Pandemie entgegenwirken möchte.

Die Technik wurde in
Kliniken getestet

Getestet wurde der Luftreiniger unter anderem in Krankenhäusern. „Mir ist es wichtig, dass sich meine Gäste bei mir wohl und sicher fühlen. Und dieses Empfinden wollte ich mit dem Luftreiniger nochmal steigern“, erläutert der Gastronom, der künftig noch ein zweites Gerät für seinen Saal anschaffen möchte. Rund 80 Quadratmeter kann das überschaubare Gerät mühelos reinigen. Für die Kutscherstuben komplett ausreichend, weist der Gastraum doch gerade einmal 60 Quadratmeter auf. „Der Saal ist nochmal kleiner und hat etwa 40 Quadratmeter“, schätzt Hamann, der vor der Investition nicht zurückgeschreckt ist. Seine Gäste danken es ihm mit durchweg positivem Feedback. „Das Gerät gibt ein leises Rauschen von sich und demnach sind die Gäste darauf aufmerksam geworden. Sie finden die Installation wirklich gut und fühlen sich nach eigenen Aussagen noch sicherer.“

Sorge vor leeren Reservierungsbüchern hat Frank Hamann keine. Wiedererwartend kann der Inhaber von einem erfolgreichen Sommer mit gestiegener Bilanz berichten. „Der Sommer war dank unserer Außengastronomie und dem neu hergerichteten Biergarten wirklich sehr gut. Die Gäste kommen aber auch gerne in das Restaurant, weil wir sehr auf die Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln achten“, versichert Hamann.

Vor einem zweiten Lockdown hat er trotzdem Sorge. Beunruhigend beobachtet er die stets steigenden Infektionszahlen und bleibt in stetem Kontakt mit dem Ordnungsamt. „Wir haben die Gänsezeit bereits begonnen und sind auch in der Lage, bei einer Komplettschließung ganze Gänse für den Außer-Haus-Verkauf fertigzumachen. Besonders in der Vorweihnachtszeit wollen die Menschen die Gemeinschaft genießen“, ist sich der Restaurantbesitzer sicher.

Sollte es tatsächlich zu geschlossenen Restauranttüren kommen, wird sich das Team der Kutscherstuben noch weitere Gedanken zu Alternativgerichten machen. „Wir müssen in dieser Zeit eben kreativ bleiben“, weiß Frank Hamann, der sich bei seinen Gästen bedanken möchte. „Denn nur durch die Unterstützung und das Vertrauen unserer Gäste sind wir Gastronomen in der Lage, auch diese schwere Zeit zu meistern.“