Velbert : Sturm hält die Feuerwehr in Atem

Hohen Aufwand erforderte eine Birke, die auf mehrere geparkte Pkw zu fallen drohte.

. Am Wochenende musste die Feuerwehr Velbert zu mehreren Einsätzen ausrücken, die in Zusammenhang mit den Sturmböen standen. Den Anfang machte am Samstag um 15.38 Uhr eine zehn Meter lange Tanne, die an der Bleibergstraße kurz hinter dem Bahnübergang auf die Fahrbahn gestürzt war. Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatte sich das Problem schon erledigt: Ein Anwohner hatte das Hindernis mit einer Motorsäge zerteilt und aus dem Weg geräumt.

Erheblich zeitaufwendiger gestaltete sich um 16.44 Uhr der Einsatz an der Straße In den Bieerhöfen: Der Wind hatte dort eine Birke mitsamt Wurzelteller aus dem Erdreich gerissen und umgeworfen. Beim Sturz verfing sich der Baum in benachbarten Bäumen, hing nun über einem Parkplatz und drohte auf vier abgestellte Pkw zu fallen. Ein Entfernen der Birke war so nicht ohne Weiteres möglich, deshalb wurde die Polizei zur Ermittlung der Fahrzeughalter hinzugezogen. Letztlich wurden nur zwei Wagen durch ihre Eigentümer entfernt, die Besitzer der beiden anderen Autos konnten nicht erreicht werden. Deshalb wurde außerdem das Ordnungsamt hinzugezogen und die beiden gefährdeten Pkw – ein Seat Ibiza und ein Peugeot – wurden durch einen Abschleppdienst aus der Gefahrenzone entfernt und umgesetzt. Mitarbeiter der Technischen Betriebe trugen den Baum danach ab, während die Feuerwehr das Gelände ausleuchtete. Erst um 18.45 Uhr war dieser Einsatz beendet.

Ein Kellerbrand führte die Retter anschließend zu einem Mehrfamilienhaus an der Straße An der Wildenburg. Dort fanden die Einsatzkräfte den Treppenraum leicht verraucht vor. Ursache war, wie ein Trupp unter Atemschutz im Keller schnell herausfand, das Verlängerungskabel an einer Waschmaschine.

Ein Bewohner hatte sich zur Erkundung in den Keller gewagt

Wahrscheinlich durch Überlastung war die Kupplung der Verlängerung mit dem darin befindlichen Stecker der Waschmaschine in Brand geraten. Nach Abschalten des Gerätes war lediglich die Belüftung des Hauses mit einem Drucklüfter erforderlich. Ein Bewohner des Erdgeschosses, der sich zur Erkundung in den Keller begeben hatte, wurde wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst untersucht, weitere Maßnahmen war aber nicht erforderlich. Der Schaden beschränkte sich auf das zerstörte Stromkabel. Der nächste Einsatz folgte um 19.45 Uhr: An der Bökenbuschstraße war unterhalb der Einmündung Kirschenknapp ein Baum umgestürzt, die Krone blockierte nun die halbe Fahrbahn. Die Feuerwehr schnitt die Krone mit einer Kettensäge binnen weniger Minuten so weit zurück, daß die Straße wieder passierbar war.

Am Sonntag rückte die Wehr am Vormittag um 10.21 Uhr in die Fußgängerzone der Velberter City aus, nachdem sich an einem Kaufhaus an der Friedrichstraße Fassadenteile gelöst hatten. Einige lagen beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits am Boden, weitere lose Teile wurden mit Hilfe der Drehleiter entfernt.