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Stillstand an der Bahnschranke: Ärger über häufige Pannen

Stillstand an der Bahnschranke: Ärger über häufige Pannen

Anlieger Walter Stemberg beklagt regelmäßige Störungen an der Schrankenanlage Kuhlendahler Straße. Die Bahn bestätigt acht Vorfälle in diesem Jahr.

Neviges. Walter Stembergs Worte sind deutlich. „Die Störungen sind eine Katastrophe und absolut geschäftsschädigend“, sagt der Gastronom. Er ist genervt von den „permanenten Schrankenausfällen“ am Bahnübergang an der Kuhlendahler Straße. „Das ist ja nicht so, dass das nur einmal im Jahr vorkommt, sondern eher zwölfmal.“ Erst in der vergangenen Woche ist es laut Stemberg wieder zu einer Störung am Bahnübergang gekommen.

Gäste, die über Langenberg anreisen und zu seinem Restaurant wollten, seien in der Vergangenheit wegen der Störungen an der Schrankenanlage schon häufiger umgekehrt, berichtet Stemberg. Denn bis die Polizei und Mitarbeiter der Bahn da sind, um den Verkehr zu regeln und die Störung zu beheben, könne das schon mal bis zu 45 Minuten dauern. Dann hängen auch alle anderen Autofahrer auf der Landstraße fest.

Bei der Kreispolizei Mettmann weiß Sprecher Frank Sobotta um die Probleme am Bahnübergang. „Da müssen unsere Kollegen immer mal wieder raus, um den Verkehr zu regeln“, sagt er. Zuständig sei aber die Bundespolizei. Deren Beamte seien es auch, die die Kollegen der Kreispolizei dann ablösen. Bei der Bundespolizei war trotz mehrfacher Anfragen niemand in der Lage, sich zur aktuellen Lage am Bahnübergang zu äußern.

Ein Sprecher der Bahn bestätigte hingegen die Störung, die am Montag, 19. August, zwischen 12.44 und 13.53 den Verkehr aufgehalten hat. Eine losgelöste Ader der Freimeldeanlage für den Bahnübergang soll laut Bahn die Ursache gewesen sein. Das Verkehrsunternehmen kommt aber zu einer ganz anderen Einschätzung als Gastronom Stemberg, der sagt, dass die Störungen überdurchschnittlich häufig vorkämen. Der Sprecher der Bahn kommentiert dies so: „Die Anzahl der Störungen liegt mit vier in diesem Jahr nicht im auffälligen Bereich. Hinzu kamen vier Fälle, bei denen der Schrankenbaum mutwillig unten gehalten wurde.“

Die Bahnübergänge werden laut dem Sprecher alle drei Monate inspiziert. Kommt es zu einem Problem mit der Technik, würden die Zugführer der S 9 rechtzeitig darüber verständigt, vor dem Bahnübergang zu halten. Die Technik sei auch so geschaltet, dass die Schranken im Störungsfall unten bleiben. So werde das Unfallrisiko gemindert. „Natürlich dauert es dann einige Zeit, bis Techniker vor Ort sind“, so der Bahnsprecher.