Startschuss für Baugebiet fällt

Südlich der Wimmersberger Straße soll ein Wohngebiet mit verschiedenen Haustypen entstehen. Verkaufsstart ist im Frühjahr.

Neviges. Nachdem der Bezirksausschuss Neviges die Straßennamen für das Neubaugebiet südlich der Wimmersberger Straße auf Tönisheide festgelegt hat (die WZ berichtete gestern) und Baurecht ebenfalls besteht, kann mit der Erschließung im nächsten Jahr begonnen werden. Tim Edler, der zuständige Bauleitplaner für Neviges, geht davon aus, dass sich die Firma Bonava bald mit den Technischen Betrieben zusammensetzt, um die Details zu klären.

„Das Quartier wird ein Mix verschiedener Haustypen“, beschreibt Christian Köhn von Bonava das Bauvorhaben. „Entlang der Wimmersberger Straße werden vor allem Reihenhäuser entstehen. Im hinteren Teil werden Doppelhäuser dominieren, doch auch einige wenige freistehende Einfamilienhäuser sind angedacht. Der Verkauf soll frühestens März/April des kommenden Jahres starten. Der Baubeginn wird etwas später im Sommer erfolgen. „Wir sind noch in den Planungen, so dass ich die Termine derzeit nicht näher eingrenzen kann. Gleiches gilt für die Preise“, teilt der Unternehmenssprecher auf Anfrage mit und fügt hinzu, dass man ein „bezahlbares Zuhause für Familien“ schaffen will.

Erschlossen wird das neue Baugebiet durch eine Zufahrt, die versetzt von der Milchstraße nach Süden führt. Ein Rahmenplan für die Freiflächen zwischen der bestehenden Bebauung am Wimmersberg und der Milch- sowie Wülfrather Straße wurde vor vielen Jahren beschlossen. Während nach Einschätzung von Tim Edler die Bebauung des Bereichs nördlich der Wimmersberger Straße noch einige Jahre auf sich warten lassen wird, kann südlich davon die Planung in konkrete Bautätigkeit umgesetzt werden. Ein Grundstückseigentümer, der lange gezögerte hatte, veräußerte kürzlich rund 27 000 Quadratmeter Ackerland an den Projektentwickler Bonava. Allerdings ist noch Platz für eine weitere Wohnbebauung. „Die Restflächen Richtung Kantstraße und Wülfrather gehören privaten Besitzern“, weiß der städtische Planer, der nicht abschätzen kann, wann die verkaufen möchten. „Erst wenn diese Flächen in unserem Besitz sind, kann die Verlängerung von der Kantstraße bis zu Wülfrather Straße in Angriff genommen werden, so wie es von der Politik gewünscht wird.“ Ein Zeitpunkt ist wegen der ungeklärten Grundstücksangelegenheiten nicht zu bestimmen.

Dafür steht fest, dass die neue Straße an der Wülfrather Straße mit der Reuterstraße eine neue Kreuzung bilden wird. „Der Landesbetrieb Straßen sagt, dass dies die einzige Stelle für einen Anschluss ist. Ob das eine klassische Kreuzung oder ein Kreisverkehr sein wird, entscheidet sich erst später.“

Keine großen Sorgen müssen sich die Planer mehr mit dem anfallenden Oberflächenwasser machen: Vor etlichen Jahren wurde in Hinblick auf die anstehende Bebauung links und rechts der Wimmersberger Straße ein offenes Regenrückhaltebecken inmitten der Felder angelegt.

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