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Stadt erwartet „zügigen Abriss“ des Krankenhauses

Stadt erwartet „zügigen Abriss“ des Krankenhauses

Angeblich will ein Investor auf dem Gelände Wohnhäuser bauen.

Velbert. Verschwindet die Ruine des Elisabeth-Krankenhauses endlich aus der Nevigeser Innenstadt? Im Bezirksausschuss berichtete die Stadtverwaltung unlängst von Gesprächen über den Bau von Wohnhäusern auf dem Gelände und stellte einen „zügigen Abriss“ des seit mehr als einem Jahr leerstehenden Gebäudes in Aussicht.

Tatsächlich bestätigte am Donnerstag auf Anfrage der WZ auch die mit der Vermarkung beauftragte Projektgesellschaft Area Consult, dass es einen Investor für das Projekt gebe. Mit diesem sei aber Stillschweigen vereinbart, ließ Area Consult-Geschäftsführer Ralph H. Orth über sein Büro ausrichten.

Allerdings hatte Orth, der das Gebäude im Auftrag des Klinikverbundes St. Antonius und St. Josef vermarkten soll, in den vergangenen Monaten gegenüber der Presse immer wieder von „vielen Interessenten“ und einem unmittelbar bevorstehenden Verkauf gesprochen.

Zuletzt hatte er im April dieses Jahres verkündet, dass der Verkauf des alten Krankenhauses „in ein bis zwei Monaten“ unter Dach und Fach sei.

Nun ist es bereits November — und unter den Nevigesern wächst die Sorge, was mit dem riesigen Gebäude geschieht.

Dem Gerücht, dass dort Asylbewerber untergebracht werden könnten, widersprach die Verwaltung im Ausschuss allerdings mit Verweis auf die laufenden Gespräche über den Abriss.

Der Klinikverbund scheint indes das Interesse an dem Gebäude völlig verloren zu haben, nachdem das Inventar verkauft und zum Teil bis nach Griechenland verschifft wurde. Auf Nachfrage erklärte der zuständige Unternehmenssprecher zunächst sogar, dass die Klinik „schon längst verkauft“ sei, um sich später zu korrigieren.

Für Neviges geht es bei dem Projekt um eine Menge: Zum einen ist das Krankenhaus neben der Stadthalle, dem Rathaus und der Post einer der größten Leerstände, zum anderen existiert bereits seit 2010 ein Bebauungsplan für das Gelände, der den Bau von mehr als 40 Wohneinheiten ermöglicht.