Stadt bringt ihre Gebäude in Schuss

Vor allem in den Schulen nutzen die Handwerker die unterrichtsfreie Zeit, um dringend nötige Reparaturen und Sanierungen durchzuführen.

Neviges. Endlich Ferien! Während die Kinder sechs Wochen lang den Schulen fernbleiben, rücken in diesen Tagen die Handwerker an, um notwendige Sanierungen durchzuführen. Die energetische Sanierung der Grundschule Am Schwanefeld in Velbert ist dabei mit 1,3 Millionen Euro der mit Abstand größte Brocken, gefolgt vom Nikolaus-Ehlen-Gymnasium, wo für einen Betrag von 460 000 Euro der Brandschutz, das Netzwerk und die elektroakustische Anlage erweitert und erneuert werden.

Daneben wird an Nevigeser Schulgebäuden investiert. So erhält das Sekretariat der Regenbogenschule neue Fenster, die Kosten dafür liegen bei 10 000 Euro. In unmittelbarer Nähe, an der Sporthalle Hohenbruchstraße, werden ebenso die alten Fenster gegen neue ersetzt. „Die werden noch in dieser Woche fertiggestellt und voraussichtlich nächste Woche eingebaut“, sagt Romuald Dobrowski, der sich bei der Stadtverwaltung um den Brandschutz und weitere Themen bei der Gebäudeunterhaltung kümmert. „Die Umkleideräume und Toiletten erhalten Kunststofffenster mit Thermoverglasung, so wie es jetzt vorgeschrieben ist, das kostet 40 000 Euro.“ Die großen Fensterflächen zum Bolzplatz hin, wo Bruchstellen nur notdürftig repariert wurden, werden allerdings nicht durch neue Fenster ersetzt. „Aber die beschädigten Elemente lassen wir austauschen“, verspricht Dobrowski.

Erst nach den Sommerferien kommen die Handwerker zur Sporthalle an der Tönisheide. Der Umbau der Heizungsanlage wird nicht den Schul- und Sportbetrieb beeinträchtigen. „Nachdem die Stadtwerke Velbert vor einem Jahr eine neue Leitung verlegt hatten, machten die zu einem guten Kurs einen Gasanschluss, so dass wir nun die Heizung von Öl auf Gas umstellen können“, beschreibt Thomas Bambey die Maßnahme, für die jetzt die Submission endete. „Die nicht mehr benötigten Öltanks mit einem Fassungsvermögen von 34 000 und 9500 Litern werden demontiert“, fährt der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsbauer fort, der sich bei der Stadt um die Unterhaltung solcher Anlagen kümmert.

Die alten Heizkessel, die neben der Sporthalle auch das Gebäude der Kindertagesstätte Morgenland versorgen, werden durch zwei Thermen mit einer Leistung von je 110 Kilowatt ersetzt. „Die Regelung der Anlage wird auf dem Stand der Technik sein“, kündigt Bambey an. Um teure Erdarbeiten zu vermeiden, wird eine Funkverbindung von der Turnhalle eingerichtet, die für warmes Wasser sorgt, wenn es dort gebraucht wird. Durch den Austausch der gut 30 Jahre alten Kessel sinkt der Energieverbrauch deutlich. Thomas Bambey hat bei der Ausschreibung gemerkt, dass es schwer ist, einen Handwerksbetrieb zu bekommen. „Der Rücklauf war gering: Auf acht Anfragen kriegen wir höchsten zwei Angebote. Da sieht man den Notstand im Handwerk, und das wird in den nächsten Jahren so bleiben.“