Neviges : Sport und Spiel in geordneten Bahnen

. Mit den kleinen Bällen aus Kunststoff, Gummi und Filz darf wieder gespielt werden. Auch wenn dies meistens unter freiem Himmel geschieht, müssen strikte Hygieneregeln eingehalten werden. Auf dem Platz des Golfclubs Gut Kuhlendahl sind derzeit nur Neun-Loch-Runden erlaubt, es kann nur zwischen 8 und 19 Uhr gespielt werden, eine vorherige Anmeldung ist notwendig.

„Die Startzeiten müssen eingehalten werden“, heißt von der Betreibergesellschaft Golfpark Velbert, deren Mitarbeiterin ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte.

Fahnen in Löchern dürfen nicht mehr herausgezogen werden

Nachdem zunächst nur Mitglieder auf den Platz gelassen wurden, können nun auch wieder Gäste abschlagen – aber bitte nur mit eigener Ausrüstung. Gefundene Bälle oder die von anderen Mitspielern dürfen nicht aufgenommen werden. In den Bunkern liegen keine Rechen mehr, mit denen die Spieler nach einem Abschlag dort ihre Fußspuren im Sand beseitigen. Die Fahnen in den Löchern dürfen nicht mehr herausgezogen werden, die E-Carts werden nur noch von einer Person gefahren werden, es sei denn, man lebt in einem Haushalt. Die Fahrzeuge werden regelmäßig vom Personal desinfiziert. Mannschaftssport findet nicht statt, Turniere und Ligaspiele sind abgesagt.

Das trifft auch für Miniaturgolf zu: „Die komplette Spielsaison des Bahnengolf-Sportvereins (BGS) Hardenberg-Pötter ist gestrichen“, weiß Uwe Binder vom Minigolfplatz am Hardenberger Schloss. „Das Osterturnier ist auf den 3. Oktober verschoben worden.“ Seit dem 11. Mai können die kleinen Bälle wieder von jedermann mehr oder weniger geschickt durch die Hindernisse geschlagen werden. „Bei der Eröffnung an den Eisheiligen war es wegen der Kälte nicht so doll, aber ich hoffe, das man wieder zu normalen Freizeitaktivitäten kommt. Die Leute wollen gerne raus, aber sie trauen sich nicht“, lautet der Eindruck des Minigolfplatz-Unternehmers, der viel dafür tut, dass die Gäste vor einer Infizierung mit dem Virus sicher sind. „Schläger, Bälle, Schreibunterlagen und Bleistifte – alles wird desinfiziert.“ Dazu führen Uwe Binder und seine Lebensgefährtin Claudia Hildebrandt-Schäfer einen „Corona-Ordner“, in dem registriert wird, wer wo und wann draußen gesessen und sich eine der legendären Waffeln nach Hausrezept hat schmecken lassen.

Die strengen Hygieneauflagen für gastronomische Betriebe werden hier genauso beachtet wie bei der Vereinsgaststätte des Nevigeser Tennisclubs (NTC). „Unser Wirt Toni Mura hat eine Liste, in der sich alle eintragen, wann sie gekommen und gegangen sind. Das gilt für Gäste wie für Spieler“, sagt der NTC-Vorsitzende Klaus Malangeri und verweist auf den Corona-Beauftragten, der alle Auflagen mit Tafeln und Abstandsmarkierungen umsetzt. „Die Tennishalle darf nicht mehr durch den Gastraum betreten werden, sondern nur von außen, Duschen und Umkleiden sind geschlossen, täglich werden die Toiletten desinfiziert. Das ist alles sehr aufwändig“, weiß der Klaus Malangeri, der sich freut, dass der Spielbetrieb wieder anlaufen konnte. „Das Training läuft weiter, in Vierergruppen und mit großen Abstand. Wir machen auch unser Sommercamp in der ersten und letzten Ferienwochen, aber mit höchstens 20 Teilnehmern. Die Medenspiele dauern bis Ende September, das gab es noch nie.“ Das Hans-Weber-Turnier, an dem etwa 200 bis 250 Jugendliche teilnehmen, wurde gestrichen. Angesichts der zahlreichen Auflagen und Absagen blickt der Vorsitzende erleichtert zurück auf 2019: „Ich bin froh, dass wir voriges Jahr unser 50-Jähriges gefeiert haben.“