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Sieger des Velberter Band-Wettbewerbs brennen auf einen Live-Auftritt 

Velbert : Die Sieger des Velberter Band-Wettbewerbs brennen auf einen Live-Auftritt

Das Jugendzentrum Neviges hatte den beliebten musikalischen Wettstreit in das Internet verlegt.

Durch die seit gut einem Jahr herrschende Pandemie gibt es im städtischen Jugendzentrum an der Lessingstraße keine Konzerte. So konnte der beliebte Bandcontest „Velbert sucht die Super-Band“ nicht in der üblichen Form stattfinden. Statt dicht gedrängt im stickigen Saal mit voll aufgedrehten Lautsprechern, so dass die Scheiben vibrieren, machten sich die Musikfans am heimischen Computer ein Bild von den Gruppen. Sechs Bands machten mit, schnell kristallisierten sich bei der Online-Abstimmung zwei Favoriten heraus: „Station T“ und „Fuse One Six“.

„358 waren für uns“, freut sich Max Loeper, dem Laura Gundermann vom Jugendzentrum ein kunstvoll gestaltetes Plakat mit einer geflügelten Gitarre überreicht. In einer Ecke befindet sich das Preisgeld in Form von drei Hundert-Euro-Banknoten. „Das wird in neues Zubehör investiert“, kündigt der Sänger von „Fuse One Six“ an. Die Band gibt es seit Oktober 2019. Neben Max Loeper, dem Gitarristen Alex Zuber und dem Bassisten Christian Gebauer gehört Schlagzeuger Pascal Karoui dazu, ein echtes Kind aus dem Siepen. „Wir haben uns hier im Jugendzentrum bei einem Konzert getroffen und festgestellt, dass wir den gleichen Musikgeschmack haben und die Chemie stimmt. Eine Woche später haben wir geprobt“, so Loeper.

So kam die Band
zu ihrem Namen

Die vier Musiker, drei Lehrer und ein Feuerwehrmann, kamen im Probenraum im Keller des Jugendzentrums zusammen und saugten mit ihren Instrumenten ordentlich Strom, so dass immer wieder die Sicherungen Nummer eins und sechs rausflogen – der Bandname war geboren.

Musikalisch haben sie sich dem Punk und Rock der 90er Jahre verschrieben. Vor dem Herbst-Lockdown konnte das Quartett in einem Remscheider Tonstudio sieben eigene Songs aufnehmen. Für den Wettbewerb hat jeder Musiker im seinem Wohnzimmer alleine gespielt, das wurde anschließend zusammengeschnitten. Doch damit sind die Hobbymusiker nicht zufrieden: „Wir wollen alle auf die Bühne, da haben wir noch nie zusammen gespielt“, sehnt sich Max Loeper nach einem Live-Auftritt. Ob das so bald möglich sein kann, ist nicht sehr wahrscheinlich. „Das wird schwierig, wir hoffen auf nächstes Jahr, wir sind ganz vorsichtig mit den Planungen“, zeigt sich Laura Gundermann zögerlich.

Derzeit ist die Anlaufstelle für die Jugendlichen an der Lessingstraße wieder geschlossen. Dennoch müssen die Kids nicht auf ihre gewohnten Angebote verzichten, das Team um Leiterin Corinna Schulz hat seit dem ersten Lockdown Routine mit Online-Angeboten. „Dienstags zum Beispiel gibt es den digitalen Kochclub. Die Teilnehmer erhalten eine Zutatenliste und schauen über die Kamera zu, während sie zuhause kochen. Ähnlich läuft es mit dem Basteln. Und donnerstags ist immer unser Teenietag, das behalten wir natürlich bei.“