Velbert : Sportbund vertritt die Vereine weiter

Die Dachorganisation der Velberter Sportvereine kritisiert Vergleich mit Bienenzüchterverein und die erschwerte politische Beteiligung.

Der Stadt-Sport-Bund Velbert (SSB) vertritt die Interessen von 80 Vereinen mit gut 20 0000 Mitgliedern, darunter circa 7000 Kinder und Jugendliche. Weil es in dieser Wahlperiode keinen Sportausschuss mehr gibt, sondern nur jenen für Kultur und Sportförderung, wollte die CDU dem SSB per Änderung der Hauptsatzung mit der Entsendung eines sachkundigen Bürgers in diesen Fachausschuss zu einer beratenden Stimme verhelfen. Doch die Fraktion der Christdemokraten fand im Januar im Haupt- und Finanzausschuss bei der neuen Ratsmehrheit aus Grünen, SPD, UVB, FDP, Linken und Piraten-Partei kein Gehör. „Dann könnte ja auch jeder Bienenzuchtverein darauf drängen, dabei zu sein“,wurde im HFA etwas despektierlich dagegengehalten. Die Mehrheit wollte weder einen Sonderstatus noch einen Präzedenzfall schaffen.

Für den Stadt-sport-Bund ist das Thema damit aber nicht erledigt. Nachdem Jugendwart und CDU-Ratsherr Hans-Werner Mundt bereits im November vergangenen Jahres die Verwunderung und Kritik seiner Vorstandskollegen in Bezug auf die aktuelle Ausschusskonstruktion im Gespräch mit der WZ artikuliert hatte, übermittelte am Donnerstag die 2. Vorsitzende, Heike Weiß, eine weitere Stellungnahme des SSB. Der hält den Vergleich für unpassend und ist enttäuscht darüber, dass die bewährte Zusammenarbeit erschwert wird.

 „Nach über 40 Jahren Mitgliedschaft im Sportausschuss der Stadt Velbert als beratendes Mitglied, ist der Stadt-Sport-Bund Velbert im neuen Ausschuss für Kultur- und Sportförderung nicht mehr vertreten. Dies ist im Kreis Mettmann ein Novum“, so der SSB-Vorstand. Man habe aus der Presse erfahren, dass im HFA auch ein Vergleich mit einem Bienenzuchtverein herangezogen worden sei, der dann auch seine Mitgliedschaft im Ausschuss für Kultur- und Sportförderung fordern könnte. „Dass man den SSB Velbert als Dachorganisation der Velberter Sportvereine nicht mit einem Verein, der gezielt einzelne Interessen vertritt, vergleichen kann, sollte wohl schon aufgrund der Aufgaben jedem klar sein. Der SSB war immer ein funktionierendes Bindeglied zwischen den Vereinen, der Verwaltung und dem Rat der Stadt. Warum diese gute Zusammenarbeit nun aufgegeben wird und der SSB dem Ausschuss nicht mehr beratend zur Seite stehen kann, konnte uns bislang keiner erklären. Wir werden auch weiterhin die Interessen unserer Vereine gegenüber der Politik und Verwaltung vertreten und den Vereinen mit Rat und Tat zur Seite stehen“, verspricht das Führungsteam des Sportbundes. Es sei höchst bedauerlich, dass diese Arbeit in Zukunft schwieriger wird.