Wülfrath : Rollschuh-Musical fürs Mogli-Haus

Die Sternenlicht Revue wird am 14. und 15. März im Paul-Ludowigs-Haus zu Gast sein. Der Erlös geht an eine Erkrather Einrichtung.

Nicht jedem Kind ist das Glück einer „heilen“ Familie vergönnt. Diese Kinder haben wiederum die Chance, im Familienwohnhaus Mogli ein Zuhause zu finden. Seit Oktober 2012 bietet das Familienwohnhaus Mogli von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Kreis Mettmann familienähnliche Strukturen für Kinder aus schwiergen Verhältnissen an. Derzeit leben neun Kinder in der Einrichtung in Erkrath-Hochdahl. Betreut werden die Neun- bis 19-Jährigen gleich von einem ganzen Team an neuen „Familienmitgliedern“. Nicht nur das Leitungspaar Tania Meissner und Anja Knoche, die gleichzeitig auch in dem Familienwohnhaus leben, sind für die Belange der Kinder stets zur Stelle. Auch eine Sozialarbeiterin, weitere Erzieher, eine Hauswirtschafterin, eine Studentin und immer wieder engagierte Praktikanten stehen den Kindern und Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite.

Seit 2012 gibt es zudem den Förderverein, der derzeit aus rund 50 Mitgliedern besteht. Und eben dieser Förderverein wird im März im Zuge einer ganz besonderen Veranstaltung durch Spenden bedacht. „Wir freuen uns sehr, dass im Paul-Ludowigs-Haus in Wülfrath die Sternenlicht Revue zu unseren Gunsten auftreten wird“, so Anja Knoche.

Fetzige Lieder und schnelle Rhythmen gehören zum Musical

An gleich zwei Tagen zaubern kleine und große Schauspieler ein bekanntes Rollschuh-Musical auf die Bühne in Rohdenhaus. Besucher können sich auf fetzige Lieder und schnelle Rhythmen freuen. „Das Musical wird ehrenamtlich von Kindern und Eltern auf die Bühne gebracht. Bereits 2013 hat die Sternenlicht Revue für uns gespielt und ich bin jedes Mal ganz begeistert, wie professionell das Musical umgesetzt wird“, verrät Anja Knoche.

„Die Geschichte, wie wir mit der Sternenlicht Revue zusammengekommen sind, ist eigentlich lustig. Ich habe bei einem Spinning-Marathon sechs Stunden neben dem Organisator der Gruppe gesessen und wir kamen ins Gespräch. Daraus resultiert bis heute eine enge Freundschaft.“

Mit den Spendengeldern finanziert das Familienwohnhaus Mogli sämtliche Fördermaßnahmen, die nicht vom Jugendamt finanziert werden. Auch die Mitgliedschaft in „teureren“ Sportvereinen, Kulturveranstaltungen oder das Erlernen eines Instrumentes wird aus dem Topf des Fördervereins finanziert. „Und auch Urlaube wären ohne diese Gelder nicht möglich“, ist sich Anja Knoche sicher. „Wir möchten den Kindern die Chance bieten, auch andere Länder und Regionen kennenzulernen. In diesem Jahr werden wir beispielsweise mit dem Zug auf einen Campingplatz in die Bretagne fahren. Da wird schon die Anreise spannend.“

Dass sich das Paul-Ludowigs-Haus ganz hervorragend für das Rollschuh-Musical eignet, davon konnte sich Anja Knoche bereits selbst überzeugen. „Die Halle ist groß genug, schließlich brauchen die Schauspieler viel Platz. Außerdem ist es wichtig, dass sich die Halle auch abdunkeln lässt.“ Sämtliche Einnahmen, auch aus Speisen- und Getränkeverkäufen in den Pausen, kommen dem Familienwohnhaus Mogli zu Gute. Jeder aus dem engagierten Betreuerteam sowie zahlreiche Ehrenamtler der Revue und Mitglieder des Fördervereins packen mit an. Und auch die Kinder freuen sich schon unheimlich auf die Aufführung zu ihren Gunsten.