Velbert : Realschüler bereiten Flug zum Mars vor

In dem Projekt „Raum-Traum“ ist Kreativität von den Jugendlichen gefordert, um den Roten Planeten zu besiedeln.

An der Realschule Kastanienallee dreht sich in diesen Tagen fast alles um den Mars. Im Rahmen des Projektes „Raum-Traum“ sollen sich die Schüler vorstellen, dass es möglich ist, zu dem Roten Planeten zu fliegen um ihn besiedeln. „Das bedeutet, dass sich die Mädchen und Jungen Gedanken machen müssen, wie man dort hin fliegt, wie man das Raumschiff ausstattet, welche technischen Geräte mitgenommen werden müssen und wie man überhaupt auf dem Mars in dieser fremdartigen Umgebung leben kann. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt“, beschreibt Kunstlehrerin Ulrike Reinelt die Aufgabenstellung, die dabei auf die bewährte Zusammenarbeit mit der Musik- und Kunstschule Velbert setzen kann.

„Unsere Gliederpuppen dienen dabei als Vorbild für Aliens. Es sollen danach Außerirdische kreiert werden, die noch einen Anklang an ein menschliches Wesen haben“, hatte Kunstpädagoge Dieter Sander-Manzek vorgeschlagen, der den Realschülern das Kunstatelier an der Kaiserstraße zur Verfügung stellte. Dort wurde die Kunstklasse tätig, die es ganz toll findet, an diesem Ort zu arbeiten.

So bemalen Mia, Veronika, Anais und Natascha ein großes Brett. „Wir haben uns im Internet einiges über den Mars und dem Weltraum angeschaut und dann losgelegt“, gibt Anais Einblicke in das gemeinsame Vorgehen. „Rechts malen wir das Weltall, in der Mitte kommt ein Auge mit dem Mond, links wird ein Herz entstehen“, beschreibt die Nevigeserin das gerade erst begonnene Kunstwerk.

Den Ausflug in die Musik- und Kunstschule finden die kunstbegeisterten jungen Damen ganz toll: „Die Lehrer helfen uns und sagen, was man besser machen kann.“ Mara und Maxi haben ein zweistöckiges Raumschiff konzipiert, das möglichst viel Bequemlichkeit für die lange Reise bieten soll. In der oberen Etage ist der Schlafbereich, der über eine goldene Treppe erreicht wird. Ein schwarzes Wesen vom Mars fliegt auch mit. „Den haben die Raumfahrer beim ersten Besuch dort kennengelernt, man hat ihn mit zu Erde genommen, und jetzt fliegt er wieder zurück“, erzählt Mara die dazu gehörende Geschichte. Nicht nur im Fach Kunst ist „Raum-Traum“ ein Thema, sondern auch in anderen Fächern, wie Physik und Mathematik. „Die Schüler berechnen die Entfernungen zwischen den Planeten und stellen die Verhältnisse der astronomischen Weiten dar“, erklärt Ulrike Reinelt das fächerübergreifende Projekt.

Im Deutschunterricht der neunten Klasse wird ein Hörspiel zusammengestellt, das im Jahr 2066 spielt. Es geht um einen Flug zum Mars, bei dem nicht alles glatt läuft. So versagen unterwegs die Batterien. Die Besatzung bleibt ruhig, man bestellt das Reparaturteam, das schnell eintrifft und Abhilfe schafft. Die fünften und sechsten Klassen hatten sich bereits im Kunstunterricht mit dem Leben auf dem erdähnlichen Planeten beschäftigt, in dem sie Kisten mit allem versehen haben, was man zum Leben und Arbeiten in unwirklicher Umgebung brauchen kann. „Die Ergebnisse sind am Donnerstag ab 15 Uhr für alle Interessen in der der Musik- und Kunstschule zu sehen“, lädt Dieter Sander-Manzek ein. „Einige Kunstkisten enthalten verborgene Geheimbotschaften, es gibt bei der Ausstellung Hinweise, wie man die erforschen kann.“ Die Schüler haben sich auch Gedanken gemacht, wie es auf dem Mars riecht und schmeckt, an die Besucher können einen „Mars-Cocktails“ kosten.

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