Planung: Wasserspielplatz mit viel Nevigeser Symbolik

Planung: Wasserspielplatz mit viel Nevigeser Symbolik

Reiner de Bruyckeres Entwurf für einen neuen Brunnen stieß bei der Politik auf große Zustimmung. Die Umsetzung wird geprüft.

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p class="text">Neviges. Im Gespräch ist der Vorschlag schon seit längerem: Vom Verein Kinderstadt Neviges kommt die Idee, den sanierungsbedürftigen Brunnen in der Fußgängerzone durch ein kinderfreundliches Wasserspiel zu ersetzen. Reiner de Bruyckere hatte vor eineinhalb Jahren einen ersten Entwurf vorgelegt. Jetzt stellte der Nevigeser Fotograf und Künstler, der in Diensten des Schloss- und Beschlägemuseums steht, den neuen Brunnen im Bezirkausschuss vor. Am Anfang hatte ein ganz anderes Projekt gestanden, erläuterte de Bruyckere. Für einen Freund hatte der 58-Jährige einen auf einem Labyrinth basierenden Brunnen schaffen wollen. Nach einem Gespräch mit dem Verein entwickelte sich daraus das nun vorgestellte, kreisrunde Objekt, dessen Grundlage ein Labyrinth bildet, in dem der Nevigeser allerdings keinen Irrgarten sieht: Alle Wege führen vielmehr in die Mitte. Das Labyrinth diene zur Meditation, die Hinwendung zum Nachdenken leite ins Zentrum. In diesem Mittelpunkt findet sich das Schloss, das mit seiner charakteristischen Silhouette dargestellt ist. Damit soll das historische Gebäude zugleich symbolisch in den Ortsmittelpunkt geholt werden. Alle Kinder lieben Wasser, ist sich de Bruyckere sicher; er selber habe einen Teil seiner Kindheit an Hardenberger und Kannebach zugebracht. Deshalb erhält das Nass in dem Brunnen eine besondere Bedeutung: Mit Schleusen können die Kinder das Wasser in die einzelnen Äste des Labyrinths laufen lassen und bis in die Mitte leiten. So hat de Bruyckere die alte Mühle am Schloss reaktiviert, und auch den Burggraben können die Kinder mit Wasser füllen. Über Details lässt sich noch sprechen. So könnte sich der Nevigeser vorstellen, das Objekt mit Ritterfiguren aus Bronze, gefertigt in Velberter Firmen, zu besetzen (Sponsoren sind herzlich willkommen). Eine Kostenfrage sei letztlich auch die Wahl des Grundmaterials, erläuterte de Bruyckere, der noch viel Entwicklungspotenzial in dem Projekt sieht. Auch einen Namen hat der Brunnen bereits: De Bruyckere hat ihn in Anlehnung an die alte Bezeichnung des Wallfahrtsortes Navigisa getauft.

Im Bezirksausschuss stieß das Brunnenprojekt uneingeschränkt auf Zustimmung. In einem nächsten Schritt soll die Verwaltung nun prüfen, unter welchen Voraussetzungen eine Umsetzung möglich ist und wie teuer diese ausfällt.

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