Pfarrer Udo Schmitt lebt gerne in Düssel

Der Geistliche lobt die gute Nachbarschaft.

Wülfrath. „Ich lebe dort, wo andere ihr freies Wochenende verbringen.“ Udo Schmitt, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Düssel, ist rundherum zufrieden. Er habe sich wie seine Frau gut eingelebt, auch seine vier Kinder hätten Anschluss gefunden. Drei von ihnen gehen noch in die Schule. Udo Schmitt, der im vergangenen September von einer evangelisch-reformierten Kirchengemeinde nach Düssel gewechselt war, liebt die Natur, schätzt die Teamarbeit in seiner Gemeinde und im Presbyterium sehr. Auch die vielen ehrenamtlichen Helfer liegen ihm am Herzen. „Ich habe schon viel Erfahrung in meinem Berufsleben gemacht, das kann auch anders laufen“, sagt der Geistliche.

Zu seinem 50. Geburtstag gab es ein besonderes Geschenk von seinen Mitstreitern, eine Stola. „Die hätte ich in meiner früheren Gemeinde kaum tragen können“, sagt Udo Schmitt. Evangelisch-reformiert bedeute kein Kreuz, keine Kerzen, keine Blumen, keine bunten Gewänder. Das ist in der Düsseler Gemeinde kein Problem. Der Umgang untereinander sei sehr herzlich.

Das Einzige, was Pfarrer Udo Schmitt bedauert, ist, dass es immer weniger Kinder und Jugendliche in der Gemeinde gibt. „Ich kann das nicht als Projekt ausgeben. Die Kinder, die in den 1970er Jahren nicht geboren wurden, können keine Kinder bekommen“, sagt der 50-Jährige mit Blick auf den demografischen Wandel. Er hofft, dass sich dieser Trend wieder ins Gegenteil umkehrt. „Dafür braucht es aber Zeit.“ In der evangelischen Kirchengemeinde werden die Jüngsten bei den Quellenzwergen oder des Düsselkids beschäftigt, die Älteren bei der Jugendschar. Für Jugendliche wurde ein Jugendhaus im ehemaligen Kindergarten eingerichtet.

Nicht ohne Stolz zeigt der Pfarrer den Pfarrgarten, den dessen Frau seit März liebevoll in ein Pflanzenmeer verwandelt hat. „Ich bin der Koch und der Künstler“, sagt der Geistliche, der diesen Part gerne seiner Frau überlässt. Den Pfarrgarten bezeichnet er als Oase.

Dem Hobby der Familie, Wandern, kann sie natürlich in der Umgebung von Düssel frönen. Ein Weg führt sie an den nunmehr zwei Düsseler Linden und dem Prozessionskreuz vorbei. Den nächsten Urlaub wird die Familie in einer Jugendherberge in Garmisch-Patenkirchen verbringen. Natürlich wandernd.