PCB: Turnhalle der Schule Ellenbeek geschlossen

PCB: Turnhalle der Schule Ellenbeek geschlossen

Der Sportbereich und die Verwaltung der Schule Ellenbeek sind mit PCB belastet. In den Klassen wurde kein Gift nachgewiesen.

Wülfrath. Die gute Nachricht: Die Klassenräume der Grundschule Ellenbeek sind unbelastet. Die schlechte: In Verwaltungstrakt und Gymnastikhalle sind PCB in zu hohem Maß gefunden worden. Die Halle wurde bereits auf unbestimmte Zeit geschlossen. Am Mittwochabend hat die Stadt den Schulausschuss informiert. Zuvor hatten bereits Eltern einen Brief bekommen.

Es war eine Routine-Untersuchung. „Nach den Erfahrungen, die wir im Gymnasium gemacht haben, haben wir in den Sommerferien auch andere Gebäude auf hygienisch einwandfreie Raumluft untersucht“, sagte Fachbereichsleiter Hans-Werner van Hueth im Ausschuss. Der Blick war dabei auf die Liegenschaften gerichtet, die vor Jahren einmal auffällig geworden waren und in denen anschließend Teilsanierungen durchgeführt wurden. Wie zum Beispiel in der Realschule.

Dort wie auch in der Hauptschule seien die Sanierungen erfolgreich gewesen, sagte van Hueth. In der Realschule seien Messergebnisse unterhalb der Grenze von 300 Nannogramm PCB pro Kubikmeter ermittelt worden. In der Hauptschule, aber auch im Jugendhaus sei PCB nicht mehr nachweisbar. Anders dagegen in der Grundschule Ellenbeek: „Wir sind leider auf einen Befund gestoßen“, stellte van Hueth fest.

Bis 2004 sind in den dortigen Klassenräumen aufwendige PCB-Sanierungen durchgeführt worden. Dort seien in diesem Sommer unterschwellige Konzentrationen in der Luft festgestellt worden. „Es besteht aber keine Gefahr für Kinder und Lehrer“, betont die Stadt. Dagegen seien die Grenzwertüberschreitungen im Verwaltungstrakt mit Gymnastikhalle und im Lehrerzimmer „deutlich“. Besonders seien Geräteraum und Halle betroffen — mit Werten jenseits des Eingriffswertes von 3000 Nannogramm pro Kubikmeter. Sofortiges Handeln ist gefordert. Die Halle ist gesperrt.

Ein Gutachterbüro erstellt bereits ein Sanierungskonzept. Die Arbeiten sollen im Sommer 2012 erfolgen. Die Stadt hofft aber, die Halle vorher wieder nutzen zu können. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt sollen eine intensive Reinigung, verstärkte Lüftung, eventuell der Einsatz von Raumluftgeräten und anderen Einzelmaßnahmen dazu führen, „dass eine Nutzung bei Werten bis 900 Nannogramm toleriert werden kann“.

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