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Velbert: Partner für das Bürgerforum ist gefunden

Velbert : Partner für das Bürgerforum ist gefunden

(uba) „Das war eine gute Sitzung, wir haben viel geschafft“, blickte Bürgermeister Dirk Lukrafka am Mittwoch auf die Zusammenkunft des Rates zurück. „Wir haben jetzt eine vielfältige Schullandschaft, mit der Projektierung der Nevigeser Gesamtschule auf sechs Züge, das ist ein Gewinn für die Schüler.“ Vor allem zeigte sich der Verwaltungschef sehr zufrieden darüber, dass im nichtöffentlichen Teil mit 90-prozentiger Mehrheit der Beschluss zur Vergabe des Umbaus des Forum Niederberg zum Bürgerforum gefallen ist.

Aus rechtlichen Gründen gab es noch keine Einzelheiten zu dem Auftragnehmer für die Planungs-, Bau- und Betriebsleistungen.

„Viele haben Sorge, dass das Haus nicht mehr betrieben wird“, so Beigeordneter Jörg Ostermann. „Das wird ein Kultur- und Bildungshaus für alle Bürger“, versprach er und wies unter anderem auf die neue Bücherei hin: „Die Open Libery wird ein Highlight, dazu kommt eine Cafeteria, in der man etwas trinken oder sich einfach nur hinsetzen kann.“

Linda Frenzel, Leiterin der Kultur- und Veranstaltungsbetriebe Velbert (KVBV), schwärmte von der Kooperation von Verwaltung und künftigen Nutzern: „Die Volkshochschule erhält allein 13 Seminarräume, weitere Räume bekommt die Musik- und Kunstschule. Ein Erlebnis für alle, wir wollen richtig Leben reinbringen. “

Theatersaal erinnert an die Elbphilharmonie in Hamburg

Jörg Ostermann bezeichnete das fast 40 Jahre alte Forum als „architektonisch wertvolles Gebäude, in dem sich die Urheber im positiven Sinne ausgetobt haben. Die Funktionalität hat sich bewährt, wir werden hier und da erweitern und aufstocken.“ Besonders beeindruckt ist er vom Theatersaal, der ihn an die Hamburger Elbphilharmonie erinnert: „Es ist die Frage, wer da vom wem abgeguckt hat.“ Das Herzstück des Forums bleibt erhalten, allerdings wird die Technik erneuert. „Das war der Grund, warum er geschlossen werden musste“, weiß Frenzel. Die Fördersumme, die Land, Bund und EU beisteuern, liegt bei 28,9 Millionen Euro. „Die genauen Baukosten können wir kommenden Dienstag mitteilen, wenn der Vertrag mit dem Partner unterschrieben ist“, so Ostermann. „Wir bleiben Eigentümer, alle Fäden laufen bei der KVBV zusammen, die organisiert die Veranstaltungen“, so Lukrafka. Er stellte die Zusammenarbeit mit einem privaten Betreiber eines solchen Hauses als einmalig für NRW heraus. Planung, Bauausführung und technischer Support liegen beim Partner: „Die machen praktisch das Facility Management“, sagt Frenzel. Die Partnerschaft wird 25 Jahre dauern.