Noch mehr Asbest im Klinikum

Sanierungskosten müssen neu berechnet werden.

Velbert. In weiteren Etagen des Klinikums Niederberg wurden bei Sanierungsarbeiten an Rohrleitungen Asbest und künstliche Mineralwolle gefunden. Ein Gutachten ergab, dass auch diese Schadstoffe gebunden sind, so lange sie nicht bewegt werden. „Somit sind sie für Beschäftigte, Patienten und Besucher und den Krankenhausbetrieb unbedenklich“, sagt Geschäftsführerin Astrid Gesang.

Sie weist aber gleichzeitig darauf hin, dass dies noch nicht absehbare Auswirkungen auf die dringend notwendigen Bauinvestitionen habe, denn die aktuellen Erkenntnisse beeinflussen die ursprünglich geplanten Vorhaben sowohl zeitlich als auch finanziell.

Bei dem 1978 fertiggestellten Klinikum hat sich ein großer Investitionsstau gebildet. Grund sind nicht nur die in die Jahre gekommene Substanz, sondern auch veränderte Anforderungen an die Patientenversorgung. Daher wurde vor drei Jahren begonnen, einen Baumasterplan zu erarbeiten.

Zukunftssicherung, Wettbewerbsfähigkeit und eine optimale Patientenversorgung in kommunaler Trägerschaft sind die Grundindikatoren dieses Projektes.

Derzeit werde unter anderem geprüft, wie die Baukosten einzuschätzen seien und wie diese finanziert werden können. Erste Ergebnisse werden frühestens zum Ende des Jahres vorliegen, so Gesang. hs