Neviges : Nevigeser tauschen ihre Pflanzen

Obst- und Gartenbauverein lädt für Samstag zu seiner Börse ein.

Die Pflanzentauschbörse des Obst- und Gartenbauvereins beginnt am kommenden Samstag, 18. Mai, um 9.30 Uhr im Hof des Restaurants „Parkhaus Seidl“ (Bernsaustraße 23), und es empfiehlt sich, nicht zu spät am Vormittag bei den Gartenfreunden vorbei zu schauen: „Morgens ist die Auswahl am größten“, sagt Vereinssprecherin Gabriele Schnabel. Seit etlichen Jahren schon ist die Tauschbörse beliebter Treffpunkt von Hobbygärtnern und Gartenliebhabern. Nichtmitglieder sind ebenfalls willkommen, gleichgültig, ob sie Zier- oder Nutzpflanzen zum Tauschen mitbringen oder nicht.

Der Hintergrund ist zum einen praktizierte Nachhaltigkeit im Garten: „Viele unserer Mitglieder ziehen ihre Pflanzen selber, zum Beispiel aus Samen“, so Schnabel. Oft haben sie danach deutlich mehr Pflanzen als sie selber auf ihrer Scholle unterbringen können. Anstatt die jungen, überzähligen Gewächse auf dem Kompost zu entsorgen, werden sie auf der Tauschbörse angeboten.

Da nicht nur Vereinsmitglieder ihre Pflanzen mitbringen, lässt sich schwer vorhersagen, was besonders stark vertreten ist. Tomaten gibt es praktisch immer zu viele, da kommen schnell einige Hundert Pflanzen zusammen: „Da sind auch oft alte Sorten dabei, die man nicht ohne weiteres im Geschäft findet.“ Bei den Gemüsepflanzen stehen Zucchini, Gurken, Kürbisgewächse hoch im Kurs, und auch manch abgestochener Rhabarbertrieb erhält die Chance zum Ortswechsel. Daneben gibt es ein breites Angebot an Zierpflanzen wie Tagetes, Petunien oder Geranien, Stauden, Einjährigen und Kübelpflanzen.

Das Spanische Gäneblümchen
war im Vorjahr sehr beliebt

Besonders beliebt war 2018 das Spanische Gänseblümchen, das allerdings schnell alle Fugen im Garten erobert. Seltener sind Sträucher wie die Forsythie. Aber auch Exoten wie etwa ein Bambus haben schon den Weg auf die Tauschbörse genommen.

Neben dem Aspekt der Nachhaltigkeit sehe man eine weitere Aufgabe in der Dünge- und Pflanzberatung sowie im Austausch über Erfahrungen und Probleme im Umgang mit Gartenpflanzen, so Schnabel. Für den Obst- und Gartenbauverein bietet die Tauschbörse daher eine gute Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und Werbung in eigener Sache zu betreiben. In der Regel könne man bei jeder Börse ein bis zwei neue Mitglieder gewinnen: „Gott sei Dank werden es bei uns im Verein immer noch mehr statt weniger“ freut sich Schnabel mit dem Vorsitzenden Gerd Teichmüller. Aktuell zählt der Verein, der 2018 sein 80-jähriges Bestehen feierte, 145 Mitglieder.

Die Tauschbörse endet am Samstag gegen 13 Uhr, aber so lange dauert es selten: „Die Dauer richtet sich danach, bis wann noch Pflanzen zum Tauschen oder Verschenken vorhanden sind. Sind keine Pflanzen mehr da, ist die Veranstaltung beendet“, erläutert Schnabel.

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