Neviges : Der Sprung zum Minisportabzeichen

Auf dem Sportplatz in Tönisheide machten jetzt Kindergartenkinder neue Erfahrungen.

. Mit strahlenden Augen nahmen die vier- und fünfjährigen Mädchen und Jungen ihre Urkunden entgegen. Dazu wurde ihnen eine Medaille an einem schwarz-rot-gelben Band um den Hals gehangen. Die Kinder sind stolz auf ihr Minisportabzeichen. „Ich hoffe, es hat euch allen Spaß gemacht“, sagt abschließend Ingrid Rösler. Ein lautes und vielstimmiges „Jaaa!“ schallt der Mitarbeiterin vom „Lott jonn“entgegen. „Alle Kinder haben Spaß, lachen und bewegen sich gerne“, stellt die Mitarbeiterin des Kreisgesundheitsamtes fest, die das Sportabzeichen für Kindergartenkinder von ersten Tag an begleitet hat. „Ich habe fast 8000 Kinder bewegt“, schätzt sie.

„Im Rahmen der Gesundheitsförderung sollen die Kinder erfahren, dass Bewegung an der frischen Luft viel Spaß macht. Sie sollen sich nicht immer in Innenräumen aufhalten und dabei mit Medien spielen. Es wäre schön, wenn die Kinder das so toll finden und es öfter machen wollen und so ihre Familie dafür gewinnen könnten, sich am Wochenende mal draußen aufzuhalten und zu bewegen.“

Ein Bus brachte die Kinder
zum Ernst-Adolf-Sckär-Platz

Gut vorstellbar, dass der eine oder andere kleine Sportler seine Eltern bald zum sportlichen Wettkampf herausfordert. „Ich war Erster beim Wettlauf“, verkündet Paul, der bereits schon ziemlich sportlich ist, spielt er doch Fußball beim SV Union Velbert. Lennox sah die Sache ganz pragmatisch: „Ich bin einfach los gelaufen und so ins Ziel gerannt.“ Die Beiden sind gestern Vormittag zusammen mit 31 weiteren Kindern von der Awo-Kindertagesstätte Morgenland an der Tönisheider Straße mit dem Bus auf Tönsiheide zum Ernst-Adolf-Sckär-Platz gefahren. „Wenn wir gelaufen wären, dann wären die Kinder schnell müde gewesen“, ist sich Erzieherin Nicole Brands sicher.

Unterstützung gab es bei den einzelnen Übungen durch die Mitglieder des Stadtsportbundes. Jugendwart half Hans-Werner Mundt half beim Hochsprung, Özcan Adnan vom TSV Neviges zeigte den Jungssportlern, wie sie beim Wettwurf die kleine Kugel möglichst weit weg katapultieren. Simon Tsotsales, der Referent des Kreissportbundes (KSB) Mettmann legte ebenfalls Hand an, besser gesagt, er griff zum Rechen.

Die kleinen Athleten standen diszipliniert in einer Reihe

Nach jedem Weitsprung zog er die Oberfläche in der Sandgrube glatt. „Gut. Das war ein toller Sprung“, ermuntert er die kleinen Athleten, die diszipliniert in einer Reihe stehen und Anlauf nehmen. „Jetzt machen wir es ein bisschen schwieriger“, kündigt er an und stellt kleine gelbe und rote Hindernisse auf. „Wir erwarten keine sportlichen Höchsteislungen, wir wollen in erster Linie den Spaß an der Bewegung unterstützen. Als Ansporn gibt es die Medaillen und Urkunden. Wenn das eine oder andere Kind gerne in einen Sportverein möchte, haben wir natürlich nichts dagegen.“

Auf jeden Fall machten die 180 Jungen und Mädchen aus sieben Velberter Kindergärten am Mittwoch ganz neue Erfahrungen mit ihrem Körper: „Ich habe mein Bein ganz hoch gelegt, dann bin ich gesprungen“, analysierte Alexandros seinen ersten Weitsprung.

Zum Abschluss absolvierten alle Kinder eine Ehrenrunde über die gesamte Laufbahn. Danach waren sie geschafft und freuten sich aufs Mittagessen. In der Kita Morgenland gab es Bratwurst, Kartoffelpüree und Sauerkraut, wusste Nicole Brands. „Das haben sich unsere Kinder selbst ausgesucht, sie haben eine Mitsprache beim Essen.“

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