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Neue Wäscherei in Wülfrath: Gleich gute Resonanz

Wülfrath : Wäscherei: Gleich gute Resonanz

Dank des Heißmangel- und Bügelservices von Sandra Halbig ist ein weiteres Ladenlokal in der City mit Leben gefüllt.

Wieder ist die Wülfrather Fußgängerzone um ein gefülltes Ladenlokal reicher. Sandra Halbig hat sich mit ihrer Wäscherei „Rein und Fein“ an der Wilhelmstraße 183 niedergelassen und eine Lücke zwischen der mittlerweile belebten Innenstadt und dem „Wr“-Haus geschlossen. Den Wunsch, mit einem Laden nach Wülfrath zu ziehen, hat die Unternehmerin schon länger. „Eigentlich habe ich mir das gleiche Ladenlokal bereits vor sieben Jahren schon einmal angeguckt. Damals war hier noch ein Süßwarenladen drin, der auch als solches weitergeführt wurde. Da hat man sich damals gegen mich entschieden“, erinnert sich die Inhaberin, die jetzt den Zuschlag erhielt.

26 Quadratmeter reichen für das neue Angebot in der Innenstadt

Schon mehrere Lokale sind in den Fokus von Sandra Halbig gerückt. Mal waren sie zu sehr im Stadtkern, mal waren sie zu groß. Mit den jetzigen 26 Quadratmetern zeigt sich die Mieterin aber vollends zufrieden. Schon am ersten Öffnungstag vergangenen Montag stand die Klingel im Laden nicht still. „Mit so viel Resonanz hab ich wirklich nicht gerechnet. Ich dachte, am ersten Tag kommen vielleicht zwei Kunden. Aber ich glaube, die Menschen haben nur auf eine Wäscherei in ihrer Nähe gewartet“, gibt Sandra Halbig schmunzelnd wieder.

Neu ist sie im diesem Dienstleistungsgewerbe nicht. Viel mehr ist Sandra Halbig ein mittlerweile „alter Hase“ im Geschäft. Seit 17 Jahren betreibt sie die namensgleiche Heißmangel in Mettmann an der Bahnstraße. Da zahlreiche Kunden jedoch den Weg aus Wülfrath in Kauf nahmen und der Wunsch nach einer eigenen Annahmestelle laut wurde, möchte Sandra Halbig dieser Forderung nun Rechnung tragen. „Gewaschen und gemangelt wird nach wie vor in Mettmann. In Wülfrath nehme ich die Wäsche an. Zudem kann ich die Bügelware in Wülfrath bügeln. Mehr Platz bietet der Raum aber nicht“, erklärt die Unternehmerin, die sich zudem um eine zusätzliche Aushilfskraft bemüht. „Gerne eine Person, die gut bügeln kann und auch mal in Wülfrath einspringen möchte.“

Eigentlich wollte Sandra Halbig bereits im Frühjahr dieses Jahres eröffnen. Fraglich war zu diesem Zeitpunkt noch, ob sie als Heißmangel- und Bügelservice von der Innenstadtförderung profitieren kann. Nach etlichen Monaten des Schriftverkehrs steht jedoch fest, dass diese Möglichkeit nicht besteht. „Leider passt Frau Halbig mit ihren Angebot nicht in das Förderprogramm, da der Fördergeber primär den Einzelhandel und die Gastronomie fördert“, erklärt der städtische Wirtschaftsförderer Karsten Niemann auf Nachfrage der WZ. „Dienstleistungen werden in bestimmten Fällen zwar auch gefördert, aber nur wenn man von einem erheblichen Publikumsmagneten sprechen kann. Das sahen wir an dieser Stelle nicht“, versichert er weiter. Froh, dass dieses Angebot in die Fußgängerzone gerückt ist und ein weiteres Geschäft mit Leben gefüllt wurde, ist der Wirtschaftsförderer trotzdem. „Wir freuen uns sehr, dass Frau Halbig sich für Wülfrath entschieden hat und wünschen ihr eine gute Perspektive.“ Und auch die Inhaberin selbst geht von einer wirtschaftlich guten Zukunft in der Kalkstadt aus. „Ich wurde wirklich sehr freundlich aufgenommen. In der Innenstadt grüßt man mich schon und mit der Zeit werde ich auch mit den Kunden immer mehr ins Gespräch kommen. Denn das Zwischenmenschliche, das gehört in meinem Job auch dazu“, so die gebürtige Mettmannerin abschließend.