Velbert : Neue Infokästen an Innenstadtkirchen

Von der Förderung aus dem Verfügungsfonds soll künftig auch Neviges profitieren.

In Zeiten der digitalen Pinnwände, auch über die sozialen Medien Medien, hat der gute alte Schaukasten längst noch nicht ausgedient. Zwei neue, beleuchtete Exemplare halten jetzt Passanten mit Informationen zu Aktionen und Veranstaltungen an der Grünstraße und am Platz am Offers auf dem Laufenden, die nicht ausschließlich im Zusammenhang mit der Christuskirche beziehungsweise der Alten Kirche stehen. Die Kosten für ihre Anschaffung und Aufstellung wurden aus dem Verfügungsfonds der Stadt Velbert zur Aufwertung der Innenstadt gefördert. Künftig soll aber nicht nur das Velberter Zentrum von der Umsetzung bürgerschaftlicher Ideen mit einem 50-prozentigen Kostenzuschuss profitieren, sondern auch Nevigeser können sich bereits Gedanken machen, wo beispielsweise Sitzgelegenheiten oder Papierkörbe fehlen oder eine Bepflanzung den Aufenthalt der Bürgerinnen und Bürger angenehmer machen könnte.

Die Initiative zur Beantragung der Mittel für die Infokästen in Velbert-Mitte ging vom Küster der evangelischen Kirchengemeinde Velbert, Lars Rosanowski, aus. „Viele unserer Gemeindemitglieder sind nicht digital unterwegs. Durch die Beleuchtung der Kästen erfahren sie auch noch in den Abendstunden etwas zu aktuellen Angeboten“, so Rosanowski.

„Eine Auflage des Fördermittelgebers war es, dass auch andere Institutionen Ankündigungen aushängen dürfen und so eine Gemeinnützigkeit gewährleistet ist“, erklärt Silke de Roode vom Innenstadtmanagement, die zur Vergabe der Mittel aus dem Verfügungsfonds berät. Aus diesem Grund stehen je 50 Prozent der Fläche der beiden Informationskästen für Aushänge Dritter zur Verfügung, beispielsweise Velberter Vereinen und andere Institutionen. Interessierte können sich hierfür an die evangelische Kirchengemeinde Velbert wenden.

Das Innenstadtmanagement möchte die Möglichkeit einer Förderung durch den Verfügungsfonds bekannter machen. „Wer eine gute Idee zur Aufwertung der Innenstadt hat, kann sich gerne bei mir melden. Gute Ideen werden zur Hälfte gefördert“, berichtet de Roode. Die Förderung setzt sich aus Mitteln des Bundes, des Landes NRW und der Stadt Velbert zusammen.

„Auch für Neviges ist so etwas geplant. Wir erwarten die Freigabe der Fördermittel für das dortige Ortszentrum im Laufe des ersten Halbjahres 2021. Wir wollen ein Altstadtmanagement installieren, das eine Jury für die Auswahl von Projekten berufen wird. Das müssen nicht unbedingt nur investive Maßnahmen sein, sondern gerne auch Aktionen von Gruppen, wenn die sich wieder treffen dürfen, solange es sich nicht um Feste handelt“, verdeutlicht Heike Möller, die Fachbereichsleiterin Stadtentwicklung im Rathaus, auf Anfrage der WZ.

Mitte November hatte Velbert eine 90-prozentige Förderzusage des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von bis zu 885 000 Euro aus dem „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen 2020“ erhalten, 148 000 Euro sollen nach Neviges fließen. Etwa auch für die Anmietung von leerstehenden Ladenlokalen durch die Stadt Velbert und anschließende Untervermietung an neue Nutzer mit bis zu einer um 80 Prozent reduzierten Miete.