Velbert: Netzwerk-Messe: Der Brexit beschäftigt auch niederbergische Unternehmen

Velbert : Netzwerk-Messe: Der Brexit beschäftigt auch niederbergische Unternehmen

Die Schlüsselregion hatte erstmals zum Treffen in das Form Niederberg geladen.

. An der ersten Netzwerk-Messe des Vereins Schlüsselregion nahmen rund 100 Vertreter aus Firmen des industriellen Unternehmensverbandes teil, um sich an den Ständen zu informieren und Kontakte mit neuen Lieferanten oder Dienstleister zu knüpfen. Die ausstellenden Werkzeugmacher, Chemie-Profis, Metallgießer, Spediteure, Softwareanbieter, Stahlhändler und Elektronikfertiger verbindet alle, dass sie Teil der Wertschöpfungskette der Schloss- und Beschlagindustrie im Niederbergischen sind.

„Mit der Netzwerk-Messe möchten wir den mittelständischen Firmen die Chance geben, sich einem Fachpublikum zu präsentieren. So fördern wir die regionale Wirtschaft und bringen Unternehmen zusammen“, erklärt Thorsten Enge. Der Geschäftsführer der Schlüsselregion machte auf den Aktionstag am 17. Mai aufmerksam: „Die Mitgliedsfirmen stellen Mitarbeiter frei, um kleinere Projekte, meistens in sozialen Einrichtungen, umzusetzen. 2015 und 2017 nahmen mehr als 1000 Leute teil, wir hatten ein Super-Feedback. Die Teilnehmer machten tolle Erfahrungen und kriegten viel zurück.“

Am 12. April findet in der Sporthalle des Heiligenhauser Gymnsiums die Projektmesse statt. Der Projekttag klingt nach getaner Arbeit mit einer After-Work-Party an der Vorburg des Hardenberger Schlosses aus. Ein weiterer wichtiger Termin ist bereits am 15. Februar – eine weitere Ausbildungsbörse in den Räumlichkeiten den Berufskollegs Velbert.

„Es hat sich gezeigt, dass neben der Messe im Herbst weiterer Bedarf besteht, da viele Jugendliche unentschlossen sind“, hat Thorsten Enge festgestellt, der sich auf das Wirtschaftsfrühstück im Mai bei der Firma Rutec freut.

Ein großes Thema, das einige Firmen beschäftigt, ist der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union. „Wir wissen nicht, was am 29. März passiert, aber kümmern uns bei der IHK darum“, beruhigte Robert Butschen, der bei der Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf unter anderem die internationalen Märkte im Blick hat. Der Experte wollte nicht alles schwarz malen, obwohl er von einem harten Brexit ausgeht. Von 2010 bis 2015 konnte ein großer Zuwachs beim Export verzeichnet werden. „Nach dem Referendum am 23. Juni 2016 gingen die Exporte zurück, ein Prozent sind uns durch die Lappen gegangen.“ Dennoch ist der Fachmann überzeugt, dass Großbritannien ein interessantee Geschäftspartner bleibt. Wenn die Briten die Union verlassen, wird es Übergangsreglungen geben.

„Bis Ende 2020 bleibt es wie es ist“, versicherte IHK-Zollexperte Savas Poyraz, der trotzdem Probleme ankündigte. „Heute fahren 99 Prozent aller Lastwagen ohne Zollkontrollen auf die Insel. Gibt es demnächst Wartezeiten, wird das die Geschäftswelt belasten und die Waren in beiden Richtungen um zehn Prozent verteuern.“

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