Wülfrath : Jecken erobern die Kreissparkasse

Den Karnevalisten der Kalkstadt-Narren glückte die Machtübernahme im „Money-Tempel“.

Wenn in anderen Städten Möhnen die Rathäuser stürmen, um von den früher meist männlichen Bürgermeistern die Macht zu übernehmen und ihnen die Krawatten abzuscheiden, geht es in Wülfrath eher ums Geld. Mindestens seit der Gründung der Kalkstadt-Narren 1984 ist die Hauptveranstaltung zur Weiberfastnacht in der Filialdirektion der Kreissparkasse Düsseldorf an der Goethestraße. Um 16.11 Uhr begrüßte KSN-Vorsitzender Roger Szielenkewitz die Narrenschar im „Money-Tempel“.

Schon lange vorher sammelten sich die Jecken und warteten geduldig vor verschlossener Tür. Dann kamen die uniformierten KSN-Würdenträger samt ihrer Tanzgarde dazu und führten das Publikum in die „heiligen“ Hallen. Roger Szielenkewitz, der erst in dieser Session den Vorsitz von Gisela Peters übernommen hatte, führte lebendig durch das Programm und überspielte kleinere Pannen souverän. Prinz Robin I. verkündete: „Ihr möchtet wissen, was ich so mache? Ich treibe Sport und singe, das ist meine Sache.“ Robin und Janine II. sind etwas älter als die Tollitäten der Vorjahre. „Viele Vereine leiden unter Nachwuchsmangel“, sagt Szielenkewitz. Daher rufen die KSN schon jetzt dazu auf, sich als Prinz oder Prinzessin für die nächste Session zu melden. „Wenn sie jemanden kennen, zwischen zehn und elf Jahre alt, sprechen sie einfach Gisela Peters, die Mutter der Kompanie, an“.

 Die Kindertanzgarde der Kalkstadt-Narren zeigte ihr Können.
Die Kindertanzgarde der Kalkstadt-Narren zeigte ihr Können. Foto: Blazy, Achim (abz)

Prinz Robin „entriss“ nach harter Rangelei Filialdirektor Hans Werner Fritze den Schlüssel zur Kreissparkasse. „Wir haben jetzt die Macht“, kommentierte Szielenkewitz. Dann konnte die Party beginnen. Zunächst heizten die Kleinen („Barbie Girl“) und die Großen („The Riddle“) der KSN-Tanzgarde den Narren ein, dann übernahm die Stimmungsband „Bergpiraten“ die Bühne. Ruth, Ditter, Ute und André aus Wülfrath sind seit 25 Jahren dabei: „Bis jetzt war es immer gut, wir haben immer Spaß“, erzählte Ruth begeistert.

 Diese Närrinnen behielten von der Empore den Überblick.
Diese Närrinnen behielten von der Empore den Überblick. Foto: Blazy, Achim (abz)