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Mit Tablet und Smartphone gegen wilde Müllkippen

TBV-App: Montag ist das neue digitale Angebot startklar : Mit Tablet und Smartphone gegen wilde Müllkippen in Velbert

Auf dem Außengelände des Neubaus an der Schulstraße sorgen „böse Überraschungen“ für einen erheblichen Mehraufwand.

„Mit dem neuen Portal wollen wir uns ein neues Image geben“, wünscht sich Sven Lindemann, der Vorstand der Technischen Betriebe Velbert. „Wir wollen damit die TBV und ihre Aufgaben zur Sauberkeit in den Fokus rücken.“  Dazu gehören die Farben Orange und Pink mit witzigen Wortspielen, wie zum Beispiel „Da passt noch einer rein“ oder „Außerirdisch gut“, wobei ein Alien mit seinen Fingern ein „V“ für Velbert formt. Diese Aufkleber werden auf die Abfallkörbe in der Velberter Innenstadt sowie an stark frequentierten Orten in Neviges angebracht. Im Mittelpunkt steht aber die neue App für Smartphones und Tablets, die kostenlos über die App-Stores  bezogen werden kann.

„Wir konnten das alles alleine auf die Beine stellen, wir hatten keine Agentur“, freut sich Sven Lindemann und lobt das Team von Kübra Kocaaga und Kevin Orlando, die zwei Jahre daran gearbeitet haben. Wem demnächst eine wilde Kippe auffällt, kann diese über die Meldungsfunktion direkt den TBV melden. „Wir nehmen eine Prüfung vor und reagieren schnell“, verspricht Kevin Orlando.

„Über die GPS-Daten wissen
wir direkt, wo es ist“

Bei einigen Meldungen muss man einer Datenschutzeinwilligung zustimmen, einige verlangen zwingend ein Foto. So bei der wilden Kippe: „Über die GPS-Daten wissen wir direkt, wo es ist. Oder Sie möchten eine defekte Mülltonne austauschen? Kein Problem, sie brauchen in der App nur die Daten eintragen. Zukünftig möchten wir diese direkt auf die Fahrzeuge übertragen lassen, da brauchen wir noch ein bisschen Entwicklung. Ab Montag kann jeder User schauen, was wir so anbieten. Es gibt noch weitere Funktionen, die wir einbinden wollen“, erklärt Kevin Orlando.

„Wohin mit dem alten
Farbeimer? Hier steht es“

Sven Lindemann ist nicht nur von der Erinnerungsfunktion für die Abfuhrtermine begeistert, sondern auch von der Sperrmüll-App: „Ein Superservice, noch schneller geht es nicht.“ Kevin Orlando blättert das Abfall-ABC auf: „Wohin mit dem alten Farbeimer? Hier steht es.“ Das Programm kann noch viel mehr: Eine Karte zeigt den nächsten Standort für Papier-, Glas- oder Altkleidercontainer an, darüber hinaus Spielplätze, Parkanlagen und Verwaltungsgebäude. Eine nützliches Angebot für Neubürger, aber auch für die alteingesessen Velberter, denn gelegentlich ändert sich schon mal etwas. Auf Knopfdruck wird man zuverlässig  navigiert.“

Die App hält ihre Nutzer auf dem Laufenden, was es Wissenwertes rund um den Dienstleister für die Stadt Velbert gibt. Die bisherige MyMüll-App wird irgendwann abgeschaltet, sie verweist jetzt auf das neue digitale Angebot.

Für die neue TBV-App wird nicht nur in den sozialen Medien geworben, sondern auch auf den Fahrzeugen, die täglich im Stadtgebiet unterwegs sind. „Ich gehe davon aus, dass wir in sechs Monaten 10 000 User haben werden“, prognostiziert Kevin Orlando.