Ministerin referiert über Thema Heimat

Ina Scharrenbach war zu Gast beim Schlossförderverein.

Neviges. Wegen eines Staus auf der A 46 musste sich Ina Scharrenbach (CDU) im vergangenen Jahr bei ihrem Termin in Neviges auf Bergische Kaffeetafel und Dombesichtigung beschränken. Den Besuch des Hardenberger Schlosses holte die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung jetzt nach. Sehr zur Freude von Peter Egen, der seit 15 Jahren dem Schlossförderverein vorsteht, der sich für den Erhalt und die Nutzung des Ensembles einsetzt.

„Wir diskutieren noch über die Ziellinie, die wir gemeinsam erreichen wollen“, wandte er sich an Bürgermeister Dirk Lukrafka (CDU) und dankte dem ehemaligen Landtagsabgeordneten Volker Münchow (SPD), der Fördergelder für den Ausbau des Schlosses sicherte. Lukrafka stellte die Qualitäten von Neviges als Wohnort heraus und nutzte die Chance, um auf Probleme aufmerksam zu machen — von Leerständen im Handel und der Altersstruktur bis zu Schwierigkeiten im Tourismus: „Gerade hier ist es die Aufgabe, mit dem Schloss die Menschen für Neviges zu interessieren. Wir müssen das Ensemble überregional bekannt machen.“

Vom Wallfahrtsjubiläum erwartet der Bürgermeister Impulse für ein verstärktes Interesse. „Dazu muss man nachdenken, ob man nicht die Zugänglichkeit der beiden Bäche in Neviges verbessert. Gelingt es, dass wir Fördermittel erhalten, können wir das Integrierte Handlungskonzept umsetzen, um Neviges wieder nach vorne zu bringen.“

Für Ina Scharrenbach sind das offenbar bekannte Probleme. Sie stellte fest: „Vieles, was der Bürgermeister geschildert hat, spiegelt sich in meinen Ministerium. Heimat ist alles: Wohnen, Städtebau und Gleichstellung. Ich weiß, dass der Begriff Heimat in Deutschland ,durch’ ist, aber Städtebau ist Heimat für die CDU.“ Bei der Gestaltung von Heimat in NRW würde die Partei sich fragen, wie Traditionen bewahrt und Jugendliche dabei mitgenommen werden könnten.

Über das Europäische Kulturerbejahr kam Scharrenbach vom Westfälischen Frieden auf die Bedeutung der Europäischen Union, die für Frieden und Freiheit eintritt. „Heimat wird nicht verordnet, sondern vor Ort gestaltet“, lautete das Fazit der Ministerin. Für die Gestaltgestaltung von Heimat stünden bis 2022 gut 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Peter Egen dankte für den Überblick, wie Tradition und Moderne zusammenführt werden sollen. Der frühere Bürgermeister Heinz Schemken (CDU) griff der Zukunft weit voraus: „Ich danke dafür, dass das Integrierte Handlungskonzept besondere Beachtung findet, wenn es über Ihren Schreibtisch geht.“ uba