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Mieter können nach Brand in Wohnungen zurück

Mieter können nach Brand in Wohnungen zurück

Ein Feuer hatte das Haus an der von-Frauenhofer-Straße vorübergehend unbewohnbar gemacht.

Velbert. Die Spuren des Feuers sind nicht zu übersehen: Anstelle des Fensters klafft ein schwarzes Loch im ersten Obergeschoss des acht Etagen zählenden Mehrfamilienhauses an der von-Frauenhofer-Straße. Über mehrere Stockwerke darüber sind Balkone und Fassade rußgeschwärzt.

Was genau den Brand verursachte, der das Apartment am Donnerstagmorgen völlig zerstörte, ist weiter unklar, die Polizei geht von fahrlässiger oder vorsätzlicher Brandstiftung aus.

Im Fokus der Ermittlungen steht der 43-jährige Mieter, berichtete Staatsanwalt Torsten Meyer auf WZ-Nachfrage. Der Velberter war zunächst verschwunden, dann am Donnerstagabend von der Polizei aufgegriffen worden. Er befindet sich zur Zeit in einer psychiatrischen Fachklinik. „Bis jetzt hat er keine Angaben gemacht“, so Meyer.

Sonntag arbeiteten Handwerker daran, die zerstörten Leitungen der Brandwohnung abzuschalten. Im Laufe des Tages wurde das Haus wieder mit Wasser und Strom versorgt. „Die Bewohner können noch heute zurückkehren“, sagte Katrin Petersen, Pressesprecherin des Gebäudeeigentümers Grand City Property.

Die Gesellschaft hatte am Donnerstag rund 20 der mehr als 30 Hausbewohner in einem Wuppertaler Hotel untergebracht, die übrigen waren privat untergekommen. Zuvor hatte die Bauaufsicht das Gebäude am Mittag wieder freigegeben, wie Hans-Joachim Blißenbach, Pressesprecher der Stadt berichtet hatte.

Nicht nutzbar ist natürlich die Brandwohnung, in der die Decken mit Baustützen und massiven Holzbohlen abgestützt wurden. „Eine vorsorgliche Maßnahme, bis ein Sachverständiger die Schäden begutachtet hat“, so Blißenbach.

Auch das darüber liegende Apartment kann vorerst nicht bezogen werden: „Um die Bewohner kümmern wir uns“, sagte Petersen. Glimpflich endete das Unglück auch für die jungen Eltern mit ihrem Neugeborenen, die die Feuerwehr wegen Verdacht auf Rauchvergiftung zum Klinikum transportiert hatte. Die Familie durfte das Krankenhaus schon am Donnerstagvormittag wieder verlassen.