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Max Beneke: Von der Schulbank in den Düsseldorfer Plenarsaal

Max Beneke: Von der Schulbank in den Düsseldorfer Plenarsaal

Max Beneke wird beim Jugend-Landtag mit dabei sein. Im Juli kann der 17-Jährige erste Erfahrungen in der Politik sammeln.

Wülfrath. Max Beneke schnuppert in die große Landespolitik. Im Juli ist er beim Jugend-Landtag dabei. Mehr als 1000 Jugendliche haben sich beworben. Der 17-Jährige, der in der Freizeit beim TBW schwimmt und in der DLRG aktiv ist, wurde ausgewählt. Nach seinem Realschul-Abschluss 2012 in Wülfrath geht er zurzeit auf das Berufskolleg Neandertal in Mettmann — Fachrichtung Wirtschaft/Verwaltung.

Max, warst Du schon einmal im Landtag?
Max Beneke:
Nein, da noch nicht. Den Bundestag in Berlin habe ich schon mal besucht.

Bist Du ein politischer Mensch?
Beneke (zögert):
So und so. Parteipolitisch bin ich gar nicht aktiv oder festgelegt. Aber Politik interessiert mich schon, vor allem wenn Entscheidungen getroffen werden, die mich irgendwie betreffen.

Wie lief die Bewerbung für den Jugend-Landtag ab?
Beneke:
Ein Bekannter hatte mir von dieser Aktion erzählt. Das hörte sich interessant an. Dann habe ich mich über den für Wülfrath zuständigen SPD-Landtagsabgeordneten Volker Münchow beworben. Landtagspräsidentin Carina Gödecke hat mir schließich die Zusage geschickt. Ich sitze im Plenarsaal auf dem Platz von Herrn Münchow.

Hast Du den Politiker schon einmal kennengelernt?
Beneke:
Ich weiß, wie er aussieht, aber mit ihm gesprochen habe ich noch nicht. Das passiert jetzt aber sicherlich.

Was war für Dich ausschlaggebend, Dich zu bewerben?
Beneke:
Erst einmal glaube ich, dass das spannend ist, auch mal in so meinem Saal zu sitzen und zu diskutieren. Das ist eine gute persönliche Erfahrung. Und in der Bewerbungsmappe sieht die Teilnahme auch ganz gut aus.

Hat sich Dein Interesse oder Deine Einstellung zu Politik und Politikern geändert, seitdem Du weißt, dass Du in so eine Rolle schlüpfen wirst?
Beneke:
Nein, gar nicht.

Welchen Eindruck hast Du von Politikern?
Beneke:
Keinen einheitlichen. Es gibt manche, die reden nur. Anderen traue ich zu, dass sie wirklich etwas verändern wollen. Nein, ich habe kein einheitliches Politikerbild.

Was erwartest Du vom Jugend-Landtag?
Beneke:
Ich hoffe schon, dass ich einen kleinen Einblick kriege, wie Politik funktioniert. Ich will aber vor allem was Neues kennenlernen.

Hast Du Dich schon auf ein Thema vorbereitet, vielleicht sogar eine kleine Rede am Pult?
Beneke (lacht):
Nein. Bis zu den Sitzungstagen ist auch noch was Zeit. Ich weiß gar nicht, ob man ans Rednerpult muss.

Und wenn das so ist?
Beneke
Dann gehe ich ans Pult und halte eine tolle Rede.

In einer Ratssitzung hatte Bürgermeisterin Claudia Panke unlängst darüber nachgedacht, ob Wülfrath nicht ein Jugendparlament einrichten sollte. was hältst Du von so einer Idee?
Beneke:
Warum nicht? Ich befürchte zwar, dass in Wülfrath nicht wahnsinnig viele Jugendliche Interesse hätten, aber es kämen schon genug zusammen. Doch, so eine Runde fände ich gut.