Lionsclub spendiert Defibrillator für die Stadt

WÜLFRATH : Lions-Club spendet Defibrillator

Die Gruppierung Mettmann-Wülfrath übergab einen AED für den Lhoist-Sportpark an die Stadt Wülfrath.

„Seit rund zehn Jahren haben wir im Sanitätsraum des Lhoist-Sportparks einen Automatisierten Externen Defibrillator (AED) stationiert“, berichtet Dietmar Ruda. „Der bisherige AED war defekt, eine Reparatur kam nicht in Frage, da es für dieses Gerät keine Ersatzteile mehr gab“, fügt der Sportamtsleiter hinzu. Die Stadt Wülfrath befinde sich in der sogenannten vorläufigen Haushaltsführung, und der Kämmerer war der Auffassung, dass der Kauf eines neuen Defibrillator nicht unbedingt vordringlich sei.

Kooperation hat sich zum Beispiel beim Schweinelauf bewährt

„Da habe ich an unsere gute Zusammenarbeit mit dem Lions-Club, beispielsweise bei der Ausrichtung des Schweinelaufs, gedacht und habe mich mit der Bitte um Unterstützung an den Lions-Club gewandt.“ Der Lions-Club sagte erfreulicherweise Hilfe zu. „Es ging uns darum, dass wir mit dem AED Menschen helfen können. Daher brauchten wir nicht lang zu prüfen, um zu signalisieren, dass wir als Lions-Club den Defibrillator der Stadt Wülfrath spenden“, erklärt Lions-Präsident Dieter Dersch. Der Club unterstützte daher jetzt den Kauf des AED mit einer Spende ich Höhe von 2000 Euro.

Heinz Puls, der federführend den Schweinelauf organisiert, machte deutlich, dass diese Spende auch ein Dankeschön dafür sei, dass die Stadt den Club bei der Durchführung dieses Volkslaufes mit seinen rund 1000 Startern durch die organisatorische Hilfe verschiedener städtischer Abteilungen wie etwa Bauhof oder Ordnungsbehörde wirksam helfe. „Da Start und Ziel des Schweinelaufs der Lhoist-Sportpark ist, kann der Defibrillator auch dort bei Bedarf zum Einsatz kommen, wobei wir natürlich hoffen, dass es dazu nicht kommen wird.“ Für den Kauf des neuen Defibrillators war federführend Rettungsassistent Frank Funke-Kaiser zuständig. Er betont, dass die Stadt dem Club ein Rettungsgerät der neuesten Generation zu verdanken hat. Er machte deutlich, dass dieser AED bedienungsfreundlich sei und die Anleitungen für denjenigen, der im Notfall das Gerät anwenden muss, sowohl akustisch als auch auf einem Monitor wahrzunehmen sind. Dieses Gerät habe zudem den Vorteil, dass es von sich aus signalisiere, wenn Kontrollen erfolgen müssen.

Funke-Kaiser verwies darauf, dass dieses AED – auch Laien-Defi genannt – ein medizinisches Gerät sei, das zur Behandlung von defibrillierten Herzrhythmusstörungen durch die Abgabe von Stromstößen zum Einsatz kommt. Grundsätzlich könne das Gerät im Notfall jeder nutzen. Sportamtsleiter Ruda erklärte, dass die Stadt an verschiedenen Standorten Defibrillatoren deponiert habe. Diese müssten sukzessive durch neue Geräte ersetzt werden.

Mehr von Westdeutsche Zeitung