Langenberg: Waldabenteuer rückt näher

Langenberg: Waldabenteuer rückt näher

Investor und Verkehrsverein unterzeichnen den Pachtvertrag für das Kletterpark-Areal auf dem Hordtberg. Der Bebauungsplan wird im Mai beraten.

Langenberg. Der nächste Schritt auf dem Weg zum Waldkletterpark auf dem Hordtberg ist getan: Gestern haben der Investor und Betreiber sowie der Verkehrs- und Verschönerungsverein Langenberg (VVV) den Pachtvertrag für das fünf Hektar große Waldstück am Bismarckturm unterzeichnet.

Pierre-François Marteau, Geschäftsführer der neu gegründeten Freizeitpark am Bismarckturm GmbH, sowie Hermann-Josef Schmitz (Vorsitzender), Bürgermeister Stefan Freitag (stellvertretender Vorsitzender) und Heide Brüne (Geschäftsführerin) für den VVV setzten ihre Unterschriften unter das Vertragswerk. Es hat eine Laufzeit von 25 Jahren.

Die Betreibergesellschaft, eine Tochter der L & M Adventure SARL Deutschland, zahlt im Jahr 5130Euro Pacht (plus einige Nebenkosten). Marteau und sein Partner Jerôme Lavrut, die unter der Marke "Waldabenteuer" bereits einen vergleichbaren Kletterpark bei Bad Neuenahr betreiben, wollen rund um die Wiese am Bismarcktrum 60 Kletterelemente an den Bäumen befestigen, die vier Parcours unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade bilden.

Neuartig in Deutschland, so Pierre-François Marteau am Mittwoch, sei, dass der Kinderparcours schon von kleinen Kletterern ab vier Jahre genutzt werden kann. Möglich macht das ein durchgehendes Sicherungsseil.

Entgegen der ursprünglichen Überlegungen werden die Kletterpark-Betreiber jedoch nicht die Gastronomie im Bismarcktrum übernehmen. Diese sowie der Minigolfplatz und die Grillhütte werden vielmehr weiterhin von Pächterin Marion Weidich geführt. Es sei aber eine enge Zusammenarbeit geplant, so Marteau: "Wir erhoffen uns, durch die Kombination von Kletterangebot mit Gastronomie, Minigolf und Spielplatz besonders Familien anzusprechen."

Zunächst muss jedoch auch planungsrechtlich alles geregelt sein. Der Langenberger Bezirksausschuss wird den Bebauungsplan am 6. Mai beraten, der Umwelt- und Planungsausschuss am 19. Mai. Dabei geht es dann auch um die Anregungen und Bedenken, die Bürger zu dem Projekt geäußert haben.

Anwohner des Hordtbergs befürchten durch das Freizeitprojekt eine starke Verkehrsbelastung und haben entsprechende Einwände formuliert. "Diese wurden sorgfältig geprüft und nicht etwa alibimäßig abgehandelt, weil der Bürgermeister den Kletterpark unbedingt will", sagte Stefan Freitag. Die Verwaltung werde der Politik aufgrund dieser Prüfung vorschlagen, den Bedenken nicht zu folgen.

Die Betreiber selbst haben ein Verkehrs- und ein Lärmgutachten erstellt. An stark frequentierten Tagen (Wochenende mit gutem Wetter) sei mit maximal 50 bis 60 Autos gleichzeitig auf dem Hordtberg zu rechnen (insgesamt rund 200 pro Tag). Stellplätze werden auf dem Wanderparkplatz am Forsthaus markiert.

Hat der Planungsausschuss dem Bebauungsplan zugestimmt, kann eine Teilbaugenehmigung erteilt werden. Die Installation der Kletterelemente und Seilbahnen dauert etwa sechs bis acht Wochen, so dass der Kletterpark noch zum Start der NRW-Sommerferien im Juli öffnen könnte.

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