Wülfrath : Klimamanagement ist vollständig

Philipp Schaube (31) füllt mit seiner Teilzeitstelle seit Oktober 2019 die volle Stelle des Klimamanagements in Wülfrath auf.

. So wirklich „neu“ ist Philipp Schaube in den Reihen der Wülfrather Verwaltung nicht. Bereits im Oktober vergangenen Jahres startete er seine Tätigkeit als Klimamanager und füllt seitdem die volle Stelle gemeinsam mit seiner Kollegin Ursula Linda Kurzbach aus. Diese trat bereits im Februar 2019 ihr Amt an. Bei der offiziellen Vorstellung des neuen Kollegen zeigte sich Kurzbach von der Zusammenarbeit begeistert. Und auch der Blick in die Aufgabenfelder verrät, dass sich das Klimaschutzduo hervorragend ­ergänzt.

Promotion befasst sich mit der Energiewende in Argentinien

Schaube, der zunächst in Berlin und später in Wuppertal studierte, ist Wirtschaftsingenieur mit Auslandserfahrung. Seine Promotion, die er derzeit verfasst, handelt von der Energiewende in Argentinien. „Ich habe selbst ein Jahr in Agentinnen gearbeitet“, sagt der 31-jährige Düsseldorfer. In Wülfrath stößt er derzeit den Prozess der Elektromobilität an. „Wir befinden uns aktuell in der Bestandsaufnahme und erstellen für jedes Verwaltungsfahrzeug eine Nutzungsstatistik“, erklärt Philipp Schaube seinen aktuellen Arbeitsalltag. Zukunftsorientiert könnte der städtische Fuhrpark irgendwann aus E-Autos bestehen. „Das wäre schon jetzt wirtschaftlich“, ist sich der Klimamanager sicher, der in Wülfrath ein gutes Netzwerk an Akteuren vorgefunden hat.

„Das Thema Klima wird in der Verwaltung bereits in vielen Fachbereichen gelebt und auch in der Bürgerschaft ist ein großes Interesse für dieses Thema erkennbar“, sagt Schaube, der sich bei seiner Aussage auf die vergangene Klimamesse stützt. „Die Organisation im Vorfeld verlief bereits sehr gut. Zudem waren die Aussteller zufrieden und die Resonanz der Besucher sprach ebenfalls für diesen Erfolg.“

Klimaschutz ist kein neues Thema in Wülfrath. Der erste Klimamanager nahm bereits am 15. Oktober 2015 seinen Dienst auf. Mit dem Klimaschutzkonzept sind die Anforderungen auch von politischer Seite verstärkt worden. Gut 13 Maßnahmen lassen sich auf dem Anforderungskatalog an die Verwaltung finden. „Wir möchten möglichst viele Maßnahmen bis März kommenden Jahres anstoßen. So lange läuft der Förderzeitraum“, erklärt Ursula Linda Kurzbach, die einen Blick in die Anforderungsliste gewährt. Ein großer Erfolg ist bereits die Bewilligung von Fördergeldern für die LED-Beleuchtungssanierung der Grundschulen Ellenbeek und Parkschule. „Wir haben 35 Prozent Förderung erhalten, also 39 866 Euro für die Grundschule Ellenbeek und 42 466 Euro für die Parkschule“, sagt die Klimamanagerin.

Des Weiteren lassen sich beispielsweise Initiierungen von Photovoltaikanlagen, die Wärmeoptimierung der Wasserwelt und die Erstellung einer CO2-Bilanz in dem Maßnahmenkatalog finden.

Für Philipp Schaube stellt die Arbeit in einer Kommune die Kernaufgabe von Klimaschutz dar. Er stellt fest: „Hier arbeiten wir an der Basis.“