Velbert : Kein Spielraum für Auto und Fahrer

(HBA) Als zwei Motorradpolizisten am Donnerstag um 8.10 Uhr auf der Tönisheider Straße einen BMW stoppten und das Auto näher unter die Lupe nahmen, staunten die Beamten nicht schlecht. Denn an dem fast 28 Jahre alten Wagen der 3er-Serie wurde eine Vielzahl von technischen und baulichen Veränderungen festgestellt.

Darunter eine besonders auffällige Tieferlegung des Fahrwerks, veränderte Rad- und Reifenkombinationen, der Anbau eines überdimensionalen Heck-Spoilers und noch einiges mehr. Dabei konnte die Zulässigkeit dieser Umbauten vom 29-jährigen Fahrer des Fahrzeugs nicht nachgewiesen werden. Stattdessen aber zeugten Schleifspuren an den Reifen und der Karosserie davon, dass hier einiges nicht ordnungsgemäß sein konnte. Zur Feststellung der Verkehrssicherheit wurde daher eine technische Überprüfung beim Tüv angeordnet.

Dort wurden von einem amtlichen Sachverständigen umfangreiche Mängel festgestellt, die schließlich zum amtlichen Attest der absoluten Verkehrsunsicherheit des Fahrzeugs führten. Folgende Mängel wurden gefunden: „Falsche Rad-Reifenkombination nach Tieferlegung, durch Schleifen an der Karosserie erkennbar beschädigt, kein ausreichender Spielraum, Reifen zusätzlich auf den Laufflächen abgefahren, Achsteile lose, umfangreiche Beleuchtungsmängel,Fahrzeug durch Veränderungen im Bereich der Abgasanlage zu laut, Abgastest nicht bestanden.“

Dem zuständigen Straßenverkehrsamt in Mettmann wurde Kenntnis vom Zustand des Fahrzeugs gegeben. Von dort erfolgte deshalb die sofortige Stilllegung dieses gefährlichen Fahrzeugs. Eine weitere Fahrt des BMW konnte daher nur mittels eines Abschleppwagens erfolgen.

Genauso wenig Spielraum wie zwischen Rädern und Radkästen des BMWs hatten die Beamten bei der Wahl ihrer Maßnahmen. Sie erstatteten gegen den 29-jährigen BMW-Fahrer eine Anzeige, die ein höheres dreistelliges Bußgeld zur Folge haben und zusätzlich mindestens einen Punkt auf das Konto des Mannes in Flensburg bringen wird.