Wülfrath : Kein Einkauf ohne Schutzmaske

So soll die Infektionsgefahr minimiert werden. Die WZ hat nachgehakt, wie sich die Einzelhändler vorbereitet haben.

. Ab heute gilt sie, die Pflicht eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Die Masken sollen in Geschäften und Verkaufsstellen, in Arztpraxen, auf Wochenmärkten, beim Abholen von bestelltem Essen innerhalb von Gastronomiebetrieben, in Bussen und Bahnen sowie in Verkaufs- und Ausstellungsräumen von Handwerkern und Dienstleistern angewandt werden. Auch gelten sämtlichen Allgemeinflächen vor Einkaufszentren als Maskenzonen. Das Land NRW hat die Änderung der Corona-Schutzverordnung zum 27. April erlassen, um trotz Lockerungen im Einzelhandel das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Wie kommt die neue Verordnung bei den Lebensmittelmärkten an?

Stefan Käseberg, stellvertretender Leiter des Real-Markts, hätte sich eine solche Regelung für seine Mitarbeiter schon viel früher gewünscht. „Natürlich ist es richtig, zumindest jetzt damit zu starten. Wir haben in unserem Markt mit den Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen allerdings schon vor acht Wochen begonnen. Wir verweisen stets auf Sicherheitsabstände und bitten darum, dass pro Einkauf jeweils nur ein Kunde den Markt betritt.“ Mit Flyern, die im Kassenbereich aufgehängt wurden, bereitete der Real-Markt seine Kunden auf die neue Masken-Verordnung vor.

Ab Montag wird es dann Einlasskontrollen geben. „Wer keine Maske hat, kommt leider nicht rein. Da müssen wir der Verordnung Folge leisten“, so Käseberg, der sich aber sicher ist, dass innerhalb der Kundschaft Verständnis für diese Neuerung besteht. „Der Großteil der Kunden hat auch in den vergangenen Wochen schon sehr große Rücksichtnahme gezeigt. Anfänglich wurden häufiger Kinder mit in den Markt gebracht- sicher auf Grund fehlender Betreuung- und wir haben schon überlegt die Spielwarenabteilung zu schließen, mussten diesen Schritt dann aber doch nicht gehen.“

Auch Markus Moritz, Inhaber des gleichnamigen Edeka-Marktes im Angermarkt, wird die Eingänge ab heute von seinem Personal überwachen lassen. „Wer keine Maske hat, kann diese aber bei uns kaufen“, versichert er. Die Masken einfach an Kunden zu verschenken, kann Markus Moritz leider nicht anbieten. „Dafür sind sie aktuell im Einkauf einfach zu teuer.“ Auch im Edeka-Markt wurde schon im Vorfeld große Vorsicht in Bezug auf Hygieneschutz gelegt.

Die Frischetheken sind seit Wochen mit Flatterband abgetrennt, die Sicherheitsabstände wurden eingehalten, einige Mitarbeiter tragen bereits eine Maske. „Die Edeka-Genossenschaft hat uns mit allem Notwendigen ausgestattet und wir fühlen uns sicher.“ Lediglich zwei von rund 50 Mitarbeitern des Edeka-Marktes treten ihren Dienst im Markt nicht an. Sie gehören auf Grund ihres Alters zur sogenannten Risikogruppe. Ansonsten ist das Team um Inhaber Markus Moritz komplett.