Neviges : Jugendliche planen eine Diskussionsrunde vor Europawahl

Das Jugendparlament hat sich für die Amtszeit viele Ziele gesteckt.

Mit einer üppigen Frühstückstafel im Jugendzentrum an der Lessingstraße eröffnete das Jugendparlament seine Zukunftswerkstatt. Gut gestärkt gingen die Nachwuchspolitiker die Ziele an, die sie in dieser Wahlperiode umsetzen wollen. „Es werden spannende zwei Jahre“, kündigte Steven Schiwy an. Zusammen mit der Ko-Sprecherin Dominika Barszcak sind die beiden sicher, dass es funktioniert: „Wir haben langsam den Dreh raus, weil wir schon vorher im Jugendparlament aktiv waren.“

Einen Schwerpunkt setzen die Nachwuchsparlamentarier auf die Europawahl im kommenden Jahr. „Wir planen eine Podiumsdiskussion mit allen Direktkandidaten aus unserem Wahlkreis.“ Daneben wollen die Jugendlichen Europa den Velbertern bei der geplante Europawoche im wahrsten Sinne des Wortes mit internationalen Häppchen schmackhaft machen. Außerdem kann man sich vorstellen, beim Rosenmontagszug als Fußtruppe in Sachen Europa mitzulaufen.

Neue RB 49 macht den Jugendlichen besonders Sorgen

Überhaupt, das Jugendparlament möchte in der Öffentlichkeit mehr Präsenz zeigen, zum Beispiel beim Schlangenfest, dem Kerzenzauber, beim Weihnachtsmarkt 2019 will man alkoholfreien Glühwein ausschenken. Ein Problem, das viele junge Leute betreffen wird, ist die Neuschaffung der RB 49: „Die OV 6 fährt dann nur halbstündlich, das ist für viele eine Katastrophe, darüber werden wir dem Vertreter der Velberter Verkehrsgesellschaft diskutieren“, kündigt Jungparlamentarier Theo Zimmermann an.

Kritisch wird das Angebot der Kunst- und Musikschule beobachtet: „Wir haben erkannt, dass dies eine der besten ihrer Art in Deutschland ist, da darf die Qualität nicht abnehmen, sondern sie muss ausgebaut werden“, so Zimmermann, der kritisch anmerkt, dass am Cello-Unterricht gespart wird.

Das Jugendparlament legt Wert darauf, dass man die Schüler und Jugendlichen vertritt und nicht Parteiinteressen. Diejenigen, die einer Partei angehören, können Jugendparlament und Parteiarbeit exakt voneinander trennen.

Die Arbeit des Gremiums unter der Geschäftsführung der Verwaltungsmitarbeiterin Susanne Susok wird von der etablierten Politik geschätzt und ernst genommen: Bürgermeister Dirk Lukrafka ist da sehr aufgeschlossen, die Zukunftswerkstatt wurde von seinem Stellvertreter Emil Weise besucht.

Mehr von Westdeutsche Zeitung