Niederberg : Jürgen Buchholz bleibt Superintendent

Erstmals wurde die Synode des Kirchenkreises Niederberg online durchgeführt.

Corona-bedingt haben sich am Samstag die eta 70 Vertreter der evagelischen Kirchengemeinden Niederbergs in einer Videokonferenz zur Kreissynode getroffen. Und auch der Gottesdienst, mit dem traditionell die Tagung eröffnet wird, musste online verfolgt werden. Die Synodalen hörten die Predigt von Pfarrer Karsten Brücker, genossen die Musik von Kreiskantorin Sigrid Wagner-Schluckebier und nahem das Abendmahl ein. Letzteres war sicher ungewöhnlich, weil jeder alleine vor seinem Laptop saß, und dennoch war es eine gemeinsame Feier.

Die Kreissynode ist das höchste Gremium im Kirchenkreis, zu dem die Gemeinden Dalbecksbaum, Dönberg, Düssel, Gruiten-Schöller, Heiligenhaus, Langenberg, Neviges, Tönisheide, Velbert und Wülfrath gehören. Tiefe inhaltliche Diskussionen waren diesmal im Vorhinein ausgespart worden, um die Videokonferenz nicht zu sehr in die Länge zu ziehen. So wurden nur einige notwendige Beschlüsse unter anderem für den Finanzhaushalt des Kirchenkreises gefasst.
Umfangreich waren dagegen die Wahlen, die auch im Rahmen der Videokonferenz durchgeführt wurden. Regelmäßig ist beispielsweise die Hälfte der Mitglieder des Kreissynodalvorstandes neu zu bestimmen. So stand in diesmal auch der Superintendent zur Wahl. Pfarrer Jürgen Buchholz wurde mit großer Mehrheit erneut zum Leiter des Kirchenkreises Niderberg gewählt. „Ich möchte, dass wir mehr netzwerken und auch schauen, welchen Vorteil es haben könnte, wenn wir mit dem Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann zusammengehen.“ So fasste Jürgen Buchholz sein Programm zusammen.

Im Weiteren wurde auch Pfarrer Frank Wessel erneut zum Skriba gewählt; damit ist er verantwortlich für die Protokolle und zugleich der 2. Stellvertreter für den Superintendenten.

Auch einige der Synodalältesten wurden gewählt. Das sind die nichttheologischen Mitglieder des Kreissynodalvorstandes. Wieder gewählt wurden Anja Fritz (aus Gruiten-Schöller), Roderich Kuchem (Gruiten-Schöller), Reinhard Berger (Langenberg) und Frank Seiler (Tönisheide). Neu gewählt wurden Kurtula Gößl (Düssel), Rolf Schmitz (Dönberg) und Joachim Schmidt (Heiligenhaus).

Neuwahlen bedeuten immer auch den Abschied von Anderen. Superintendent Jürgen Buchholz verabschiedete sich von Udo Fourné (Heiligenhaus), der Wülfratherin Sigrid Marschall (Düssel) und Vera Strathoff (Langenberg). Er dankte ihnen für die langjährige gute Zusammenarbeit: „ Es war nicht immer leicht im Kreissynodalvorstand; aber wir sind oft zu guten Lösungen gekommen“, so der Superintendent