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Jazz-Oldies versprühen beim Schlossförderverein Spielfreude

Neviges : Jazz-Oldies versprühen lebendige Spielfreude

Die „Rotarian Castle City Stompers“ enttäuschten ihre Fans in der Vorburg nicht.

„Es ist rappelvoll, ich kann niemanden mehr hereinlassen“, musste Herwart Brill die zu spät gekommenen Musikfreunde an der Vorburg abweisen. Der Vorsitzende des Schlossfördervereins wunderte sich nicht über den großen Andrang: „Die Rotarian Castle City Stompers haben ihren festen Fanclub.“ Und den enttäuschten die Musiker nicht.

Mit beliebten Stücken aus der Frühzeit des Jazz bis hin zur wundervollen Welt, mit der Louis Armstrong unsterblich wurde, begeisterten die Musiker eine Dame und die zumeist nicht mehr ganz jungen Herren das Publikum. „Das ist so toll, dass die älteren Herrschaften so machen machen. Die haben selber Spaß daran, das sieht man, dass ist das richtige Leben“, lobte Horst Jung aus Heiligenhaus die „handgemachte Musik“.

Daneben bewiesen die Musiker eine erstaunliche Kondition: Erst nach mehr als einer Stunde Dauerspiel gönnten sie dem Publikum eine Pause, um sich mit Bier, Wein, Sekt und Möhrensüppchen für den zweiten Teil des Konzertes zu rüsten.

Hanna Loos empfindet diese Konzerte in der Vorburg als eine Bereicherung für Neviges: „Das ist toll, was der kleine Ort so alles auf die Beine stellen kann.“ In Zukunft hofft sie auf weitere Veranstaltungen, gerade auch im im Herrenhaus des Hardenberger Schloss.

Idee für Burgenmuseum ist
kein Teil des neuen Konzeptes

Dessen Zukunft wurde gerade erst vom Rat mit einem Konzept auf den Weg gebracht. „Man kann sich schon fragen, warum das so lange gedauert hat“, merkte Herwart Brill an, der sich im Großen und Ganzen damit anfreunden kann, auch wenn die vom Förderverein vorgebrachte Idee eines Burgenmuseums nicht zum Tragen kam. Schließlich steht auch der Verein hinter dem Gesamtkonzept, das eine breite Zustimmung in der Politik fand. „Hauptsache, es läuft.“ Er begrüßt, dass der Kreis Mettmann mit seiner Geschäftsstelle für das Neanderland ins Schloss einziehen wird, wie es bereits Landrat Thomas Hendele bei einem Besuch im Verein angeregt hatte: „Dadurch ist dort immer was los.“ Außerdem verweist er darauf ,dass nichts für alle Ewigkeit ins Stein gemeißelt wurde. „Die Ausstellung kam immer mal wieder überarbeitet werden.“