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Interview mit Baubetriebshofleiter Hödtke: „Sauberkeit geht alle an“

Interview mit Baubetriebshofleiter Hödtke: „Sauberkeit geht alle an“

Der neue Baubetriebshofleiter Daniel Hödtke nimmt auch die Bürger in die Pflicht.

Wülfrath. Seit dem 1. Juni ist Daniel Hödtke der neue Leiter des städtischen Baubetriebshofs. Dort arbeitet der 42-Jährige schon seit dem Jahre 2005. In dieser Woche hatte Hödtke seinen ersten Arbeitstag als Chef des Baubetriebshofs. Wir sprachen mit ihm über seine Rolle und die Sauberkeit in der Stadt.

Herr Hödtke, für welche Aufgaben waren Sie bisher auf dem Baubetriebshof verantwortlich?

Daniel Hödtke: Als Facharbeiter eingestellt war ich vertraut mit dem Führen und Bedienen fast aller Maschinen und Fahrzeuge. Ich war verantwortlich als Bereitschaftsführer sowohl in der Sommer- als auch in der Winterdienstbereitschaft.

Was wird sich denn nun unter ihrer Leitung auf dem Baubetriebshof ändern?

Hödtke: Der Baubetriebshof hat jetzt wieder einen Meister, der als ständiger Ansprechpartner für die Kollegen vor Ort ist und der organisatorische, planerische und Verwaltungsarbeiten für den Bereich Baubetriebshof übernimmt. Das bietet den Vorarbeitern, die bisher diese Aufgaben zusätzlich übernommen haben, wieder die Möglichkeit, ihren eigentlichen Aufgaben nachzugehen.

In Wülfrath klagen viele Bürger über die Sauberkeit in der Stadt. Was muss Ihrer Meinung nach passieren, damit es sauberer wird?

Hödtke: Da sehe ich Bedarf in beidseitiger Verantwortung. Sowohl der Verursacher, als auch derer die für die Beseitigung Sorge tragen müssen. Man sieht sie nur noch selten und dann meist ältere Bürger, die in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Gehwegsabschnitte noch pflegen. Es wurde eigens eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich zurzeit mit dem Thema Sauberkeit in der Stadt beschäftigt.

Und auch bei der Pflege des städtischen Grün sehen viele Bürger Nachholbedarf.

Hödtke: Grundsätzlich gilt die Pflicht zur Verkehrssicherheit. Pflege darüber hinaus kann nur mit entsprechendem Personaleinsatz gewährleistet werden.

Der Baubetriebshof ist für viele Bürger ein ständiger Anlaufpunkt. Haben sie dort Veränderungen vor?

Hödtke: Dies kann ich erst nach entsprechendem Einblick beurteilen.

Was müsste aus Ihrer Sicht auf dem Baubetriebshof verbessert werden?

Hödtke: Erste Verbesserung ist jetzt ein ständiger Ansprechpartner für die Kollegen vor Ort durch den Baubetriebshofleiter. Das ist auch eine Entlastung für die Vorarbeiter, was wiederum eine bessere Arbeitsstrukturierung für die Kollegen nach sich zieht. Alles Weitere beurteile ich erst, wenn ich einen Überblick über alle Strukturen habe.

Was Sie sind eigentlich für ein Chef? Gehen Sie mit ihren Mitarbeitern jetzt anders um?

Hödtke: Als Chef bin ich immer Ansprechpartner. Ich will aber alle Beteiligten in Arbeits- und Entscheidungsprozesse mit einbeziehen, wobei schlussendlich Entscheidungen von mir zu verantworten sind. Potenzial und Ideen meiner Mitarbeiter gilt es von mir zu beurteilen, zu erfassen und in Entscheidungen mit zu berücksichtigen.