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In der Nevigeser Vorburg erleben Kinder Märchenhaftes

Velbert : In der Vorburg erleben Kinder Märchenhaftes

Velberter Kinder-Winter-Theaterfestival ist eröffnet – Tickets gibt es nur noch für die „Schneekönigin“.

Mit einem Märchen nach Hans-Christian Andersen begann das Kinder-Winter-Theaterfestvial der Kulturloewen in der Vorburg des Hardenberger Schlosses. „Irgendwo ein Licht“ nennen die Schauspieler Leonie Euler und Pierre Schäfer ihr Stück für Marionetten, das die Geschichte von dem kleinen Mädchen mit den Schwefelhölzern auf eine etwas andere Art erzählt: Die Hauptperson ist „Friedl“, eine Seniorin mit roter Punkerfrisur, die aus dem Altersheim abhaut, weil die Pfleger in Ruhe Silvester feiern wollen, aber Friedl möchte mit Schwefelhölzchen ein Feuerwerk entzünden. Dabei lernt sie verschiedene Menschen kennen.

Die schwarz gekleideten Puppenspieler werden nicht wahrgenommen, der Blick konzentriert sich auf die von Peter Lutz ausdrucksstark gestalteten Marionetten. Das Schauspielerduo haucht den Puppen Leben ein, sie geben ihnen Stimme und Bewegung. Zwischendurch bauen die Akteure routiniert die Kulissen um. Die Häuser und Mauern sind so liebevoll detailliert, dass so mancher Modellbauer neidisch werden könnte. Gelegentlich verhüllt Nebel die Szenerie, Seifenblasen schweben und ein kleines Feuerwerk geht hoch.

Die Zuschauer waren begeistert. Die Eltern haben mit den Charakteren mitgefühlt, fanden es aber für die jüngeren Kinder zu schwer. Dafür hatten die etwas Älteren ihren Spaß: „Die Effekte aus Licht und Musik fand ich interessant“, so Samantha. Im vergangenen Jahr fiel das Kindertheater ganz aus, die ProgrammverantwortlicheJudith Stankovic ist froh, dem Nachwuchs wieder etwas bieten zu können – selbstverständlich unter Einhaltung der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen. Deshalb dürfen je nach Größe der Bühne nur maximal 50 Besucher rein, da waren die Karten für die anderen Stücke schnell weg. Der Theatersaal des Bürgerhauses Langenberg bietet mehr Platz, deshalb gibt es dort für den 18. Dezember, 16 Uhr, noch Resttickets für die „Schneekönigin“ – auch ein Märchen nach Andersen.