Velbert-Neviges Viele helfende Hände bauten in der Kälte die Buden für den „Hubbelsgasser“ auf

Neviges · Frisch geschlagene Fichten und eine große kulinarische Auswahl locken ab Donnerstag auf den Tönisheider Kirchplatz.

Viele helfende Hände kamen am Samstag auf dem Tönisheider Kirchplatz zusammen, damit die Betreiber Buden und ihre Unterstände aufbauen konnten. Hier erhält die Hütte der Familie Winter ihr Dach.

Viele helfende Hände kamen am Samstag auf dem Tönisheider Kirchplatz zusammen, damit die Betreiber Buden und ihre Unterstände aufbauen konnten. Hier erhält die Hütte der Familie Winter ihr Dach.

Foto: Ulrich Bangert

Der Hubbelsgasser Weihnachtsmarkt kann am Donnerstag beginnen, die Buden wurden bereits am Samstag aufgebaut. Weil es in diesem Jahr für die Werbegemeinschaft Tönisheide schwierig war, Leute für die Montage zu finden, legten die einzelnen Betreiber der Buden selbst Hand an. „Freunde sind dabei, jeder hilft jedem, so wie es für Tönisheide recht typisch ist“, findet Melina Winter. Sie und ihre Familie laden ab Donnerstag passenderweise ins „Winterwunderland“ ein. „Wir dekorieren in Blau und Silber, das wird ganz hübsch“, ist die Tönisheiderin überzeugt, die vor einiger Zeit den Vorsitz der Karnevalsgesellschaft „Zylinderköpp“ übernommen hatte.

Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Einzelteile der Hüttenbausätze verzogen, dennoch gelingt es immer wieder, sie zusammenzusetzen. Melina Winter verfolgt zufrieden, wie drei kräftige Jungs nahezu spielend die Dächer auf die Seitenteile „ihrer“ Hütte hieven.

Während an den Buden noch geschraubt und gehämmert wird, befestigt Elektromonteur Sven Seppmann diverse Kabel in den Verteilerkästen. Die gehören ebenso wie die Häuschen der Werbegemeinschaft Tönisheide. Zuvor hatte der Elektromeister Jan Helbig die Technik erneuert. Jetzt stehen mehr Stecker zur Verfügung, die Sicherungen und Fehlerstromschutzschalter sind auf dem neusten Stand.

Auf die Sicherheit der Besucher legt die Stadt Velbert großen Wert: „Bevor ein Weihnachtsmarkt öffnet, kommen Ordnungsamt, Straßenverkehrsbehörde, Feuerwehr und ein Sicherheitsbeauftragter, um zu kontrollieren. Da wird nicht nur in die Verteilerkästen geschaut, sondern auch ob Gasflaschen immer außerhalb der Hütten stehen und die Feuerlöscher nicht abgelaufen sind“, erklärt Wilbert Hager. Der Vorsitzende der Tönisheider Werbegemeinschaft versorgte am Samstag die vielen helfenden Hände bei den kalten Temperaturen mit heißer Fleischwurst und warmen Getränken.

Anschließend fuhr er ins Sauerland, wo er seinen Transporter mit frisch geschlagenen Fichten belud, die nun für eine weihnachtliche Atmosphäre zwischen den Hütten sorgen. „In allen 13 Buden gibt es Essen und Trinken. Durch Geschenkartikel kommt kein Geld rein, die Leute wollen feiern, sich treffen und dabei etwas Leckeres essen und trinken. Das Schöne daran ist, dass sich die meisten kennen“, beschreibt „Mister Hubbelsgasser“ die Stimmung auf dem Markt. „Es herrscht eine gewisse Fröhlichkeit, dass ist auch richtig so, die Menschen sollen sich gerade in diesen Zeiten freuen.“

Neben Weihnachtsmusik sorgt der letzte Rektor der Heinrich-Kölver-Schule für Stimmung. Er macht am Sonntag gewissermaßen den Rausschmeißer: „Uwe Heidelberg ist morgens noch in Berlin und kommt direkt zu uns auf den Hubbelsgasser Markt“, kündigt Wilbert Hager an, der für Samstag ab 18 Uhr eine Band aus Venlo verpflichtet hat, die bereits beim Martinsmarkt in Langenberg begeistert hatte. „Die haben da richtig Dampf gemacht.“

Kreisjägerschaft lädt
in die Waldschule ein

Die Kinder werden bestimmt die neu ausgestattete Waldschule toll finden, in der die Kreisjägerschaft die heimischen Wildtiere vorstellt. Die Tönisheider und ihre Gäste erwartet ein umfangreiches kulinarisches Angebot, von heißen Getränken mit und ohne „Schuss“, Deftigem vom Grill, Flammkuchen, Aufläufen, Eintöpfen, Pilzpfanne und vielen süßen Sachen für Klein und Groß.

Ähnlich wie beim ökumenischen Gemeindefest auf Tönisheide treten die beiden Konfessionen beim „Hubbelsgasser“ unter einem Dach auf: „Wir haben alle nur einen Gott im Himmel“, beschreibt Wilbert Hager die Zusammenarbeit.

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