Wülfrath: Hoffen und Bangen um Frühlingsfest

Wülfrath : Hoffen und Bangen um Frühlingsfest

Eine schlechte Wetterprognose schwebt über dem vom Freundeskreis Partnerstädte organisierten Fest am Samstag.

. Der Countdown läuft. Am kommenden Samstag, 4. Mai, soll das große Frühlingsfest des Freundeskreises Städtepartnerschaften Wülfrath im Generationenpark In den Banden stattfinden. Zwischen 12 und 16 Uhr warten im Bereich der Boule-Bahn und den drei Parkplätzen an der Schwanenstraße viele Attraktionen auf die Besucher – wenn das Wetter mitspielt. „Laut Wetter-App haben wir am Samstag ein Regenrisiko von 70 Prozent, aber ich will das gerne durchziehen“, sagt Petra Westkott im Gespräch mit der WZ. Sie und Arnaud Aumont, die als Doppelspitze den Freundeskreis leiten, hatten die Idee entwickelt und unter den Mitgliedern genug Unterstützer gefunden, um den Plan umzusetzen. Bis zu 15 regelmäßige Helfer haben im vergangenen dreiviertel Jahr viel Herzblut und Mühe investiert, um das Frühlingsfest zu organisieren. „Am Freitagmittag fällt die Entscheidung. Ich bleibe optimistisch. Selbst wenn es mal einen Regenguss gibt, muss man nicht gleich abbrechen“, so Petra Weskott weiter.

Stadtrat bietet Kaffee und Kuchen und hält sich politisch zurück

Alle drei Partnerstädte haben Info-Stände mit Wissenswertem über ihre Kommune vorbereitet und auch kleine Präsente mitgebracht. Politisch wird es am Europa-Stand des Kinder- und Jugendhauses. Dort werden sowohl für Kinder als auch für Erwachsene in den drei Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch Infos der Europäischen Union über die Wahl des europäischen Parlamentes bereitgehalten. Die Mitglieder des Wülfrather Stadtrates wiederum werden mit dem Stand „Wir sind Europa“ vertreten sein. Aber: Sie servieren nur Kaffee und Kuchen, politisieren sollen sie nicht. „Es werden keine Parteiembleme zu sehen sein“, verspricht Petra Weskott. Das Frühlingsfest solle ausdrücklich keine politische Veranstaltung sein. Zu den weiteren kulinarischen Angeboten zählen preiswerte Bratwürstchen in Brötchen (1,50 Euro), Muffins sowie trockener Kuchen (50 Cent) und Torten (ein Euro). „Wir wollen nichts verdienen, sondern familienfreundliche Preise anbieten“, erklärt Petra Weskott. Auch Kaffee ist für 50 Cent zu haben. Vito Paciello wird sich nicht nur um die Bratwürstchen kümmern, sondern auch einen Pavillon mit sechs Tischen aufstellen, quasi ein kleines Eiscafé. Über die Unterstützung des Gastronomen freuen sich die Organisatoren besonders. Er habe sofort sein Engagement zugesagt.

Zu den Highlights zählt die Teilnahme des über die Grenzen Wülfraths hinaus bekannte Künstler Klaus Stecher. Er wird sein Haus und Atellier, das in direkter Nachbarschaft zum Generationenpark liegt, öffnen und seine Kunst präsentieren. Dessen Frau wird Häppchen für die Besucher vorbereiten. Um Kontakt mit Klaus Stecher zu bekommen, haben sich auch Künstler aus Ware und Bondues angesagt. Petra Weskott und Arnaud Aumont werden die Besucher im Stunden-Rhythmus zum Atelier begleiten. Auch eine Judo-Vorführung von Maurice Püchel und seinem Team um etwa 12.30 Uhr wird viele Blicke auf sich ziehen.

Musikalische Unterhaltung und sportliche Aktivitäten locken

Musikalisch werden die Musikfreunde Wülfrath, die Young Voices und der MGV Sängerkreis das Publikum unterhalten. „Sollte es mal regnen, könnten die Musikfreunde ihre Instrumente in den Pavillons schützen“, sagt Petra Weskott.

Sportlich soll es auch zugehen. Ein Boule-Turnier für jedermann steht auf dem Programm, mit schweren Stahlkugeln aus Frankreich. Aus Ware bringen die Briten eine Dartscheibe mit und ein Crocket-Spiel.

Auch Bürgermeisterin Claudia Panke, selbst Mitglied des Freundeskreises Städtepartnerschaften, zeigt sich angetan von dem Engagement: „Ich freue mich sehr, dass das Frühlingsfest mit unseren Freunden aus Ware, England und Bondues, Frankreich, hier in Wülfrath in unserem schönen Generationenpark In den Banden stattfindet. Für die Planung und Organisation bedanke ich mich bei dem Freundeskreis Städtepartnerschaften sehr herzlich. Mit dem Fest verbinde ich die Hoffnung, dass sich aus den Städten viele Menschen aller Generationen und Interessen begegnen werden und somit auf kommunaler Ebene ein Bewusstsein für Europa gefördert wird. Vor der wichtigen Wahl im Mai rückt so Europa ein Stück näher zusammen.“ Was Claudia Panke nicht sagt, ist, dass sie selbst zu den Unterstützern des Frühlingsfestes gehört. Dies übernimmt Petra Weskott. Sie dankt der Bürgermeisterin und der Verwaltung für deren „größtmögliche Hilfe“.

Sollte die Premiere gut angenommen werden, soll das Frühlingsfest fortgesetzt werden. „Wir hoffen, dass es abwechselnd in den Partnerstädten organisiert wird“, verrät Petra Weskott. Die Gespräche müssen noch geführt werden. Aber erst einmal hofft sie, dass die Mühen für dieses Fest nicht umsonst waren.

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