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Wülfrath: Haus Otto Ohl ist jetzt zehn Jahre alt

Wülfrath : Haus Otto Ohl ist jetzt zehn Jahre alt

Die Bewohner und Mitarbeiter der Pflegeeinrichtung feierten zusammen.

Schwester Ilse war Diakonissin in der heutigen Bergischen Diakonie Aprath. Vor zehn Jahren zog sie aus dem ehemaligen Pflegestift Haus Otto Ohl in den Neubau, der nur 50 Meter weiter errichtet wurde. Dieser feierte am vergangenen Sonntag zehnjähriges Bestehen. „Die Atmosphäre hier ist für mich besonders“, erklärt Schwester Ilse, die in den kommenden Tagen ihren 98. Geburtstag begehen wird und wöchentlich an der Kochgruppe des Hauses teilnimmt. „Die Mitarbeiter sind herzlich und ich fühle mich wohl.“ Das kann auch Dorothee Loewe bestätigen. Seit mittlerweile 13 Jahren ist sie für den Sozialen Dienst tätig, besucht einmal in der Woche ihre liebgewordene Freundin, Schwester Ilse. „Ich genieße die Gespräche mit ihr und fühle mich im Haus Otto Ohl ebenfalls wie ­zuhause.“

Bei Kaffee, Waffeln und Kuchen zelebrierten Bewohner und Mitarbeiter den runden Geburtstag der Einrichtung. Diese weist 83 Plätze (77 Einzel- und drei Doppelzimmer) auf und liegt inmitten der naturnahen Anlage. „Deswegen entscheiden sich unsere Bewohner auch für einen Platz in unserer Einrichtung, sie möchten im Grünen wohnen“, ist sich Einrichtungsleiterin Petra Weihsenbilder sicher. „Die Umgebung wird von unseren Bewohnern geschätzt und gerne besucht. Für Einkaufs- und Ausflugsfahrten steht der Soziale Dienst zur Verfügung. Dieses Angebot wird gerne angenommen, und die Nähe zum Zentrum fehlt nicht.“

Petra Weihsenbilder leitet seit zwei Jahren das Haus Otto Ohl, fing in der ehemaligen Immobilie als Pflegedienstleiterin statt. Das familiäre Miteinander macht für die Einrichtungsleiterin den Arbeitsalltag aus. „Rund 95 Prozent der Mitarbeiter, die damals den Umzug miterlebt haben, arbeiten auch heute noch hier. Wir haben kaum Fluktuation in unseren Reihen.“

Der Neubau, der am 1. März 2010 seine Pforten öffnete, wurde aus wirtschaftlicher Sicht errichtet. „Eine Sanierung der alten Immobilie hätte sich nicht gelohnt“, stellt die Einrichtungsleiterin fest. taba