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Gute Gelegenheit, um einmal „Danke“ zu sagen

Wülfrath : Gute Gelegenheit, um einmal „Danke“ zu sagen

Am Sonntag ist Muttertag – was schenken Wülfrather Töchter und Söhne als Zeichen der Dankbarkeit?

Der niederländische Kinderstar Heintje sang es bereits in den 60er Jahren: „Wenn du noch eine Mutter hast, danke Gott dafür!“ Und auch heute wird stets im Mai der Menschen gedacht, denen wir alle unser Leben verdanken, den Müttern dieser Welt. Am kommenden Sonntag, 9. Mai, jährt sich der Ehrentag erneut. Ist der Muttertag auch in Wülfrath ein Tag des Dankens und Beschenkens?

„Auf jeden Fall“, ist sich Ludmilla Hermann vom Blumenfachgeschäft „Blumen Schlenz“ im Angermarkt sicher. Schon in der Woche vor Muttertag nimmt sie Bestellungen entgegen. Einen großen Unterschied stellen dabei in ihren Augen allerdings Töchter und Söhne dar. „Denn Frauen wissen meist, was ihren Müttern gefällt. Männer wiederum sind recht unkreativ und verlangen meist nur etwas ,Buntes’“, gibt die Blumenfachfrau lächelnd wieder.

Blumen jedoch, die bevorzugen sie allesamt. Und dafür greift auch der Wülfrather mal gerne tiefer in die Tasche. „In der Regel geben die Kunden für einen Strauß zum Muttertag zwischen 15 und 20 Euro aus“, mutmaßt Ludmilla Hermann. Bei Kinga Gora darf es sogar noch etwas mehr sein. „Denn ich bringe meiner Mutter nicht nur Blumen, sondern auch mal Pralinen oder ein Parfüm mit“, erklärt die junge Wülfratherin, die übrigens ganz genau weiß, welche Blumen ihre Mutter bevorzugt. „Rosen in allen Farben“, verrät sie.

Für die 15-jährige Amelie kommen Blumen gar nicht in Frage. „Meine Mama hat Katzen und die knabbern die Blumen an und werden krank“, berichtet die Schülerin, die lieber selbst kreativ wird. „Im letzten Jahr hab ich einen Bilderrahmen dekoriert, in diesem Jahr werde ich vielleicht einen Brief schreiben. Ich weiß es aber noch nicht genau“, verrät das Mädchen.

Für Leslie S. (Nachname der Redaktion bekannt) wird es ein ganz besonderer Tag. „Denn zum ersten Mal bin ich selbst Mutter“, verrät sie. „Als frisch gebackene Mutter ist der erste Muttertag für mich etwas ganz Besonderes, weil ich ab jetzt den Feiertag auch zu meinem Tag machen darf und das hoffentlich mein ganzes Leben lang.“

Bei Angelika Rodriguez zählen die inneren Werte. „Meine Mutter ist zwar leider schon drei Jahre nicht mehr da, aber wir haben uns den Tag immer freigehalten, um miteinander Zeit zu verbringen, uns zuzuhören und Erinnerungen wachzurufen. Neben einem leckeren Kuchen war das für uns immer das Wichtigste“, gibt sie wieder.

Heiko Dietrich wird in diesem Jahr den Muttertag ganz besonders feiern. „Denn er ist gleichzeitig der Geburtstag meiner Mutter. Da bekommt sie auf jeden Fall etwas geschenkt“, berichtet er. Seine Frau wiederum darf sich sicher über gebastelte Geschenke der Kinder freuen. „Die ich natürlich dabei unterstütze“, gibt der Familienvater zu. Grundsätzlich sieht Heiko Dietrich den Muttertag – ebenso wie den Vatertag – allerdings als einen Tag des Kommerzes an. „Man sollte über das ganze Jahr hindurch dankbar sein. Aber – und da kann auch ich mich nicht von freisprechen – passiert das leider über das Jahr gesehen zu selten.“