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Wülfrath: Großes Reinemachen bei Sonnenschein

Wülfrath : Großes Reinemachen bei Sonnenschein

Die Helfer des diesjährigen Dreck-weg-Tages in Wülfrath konnten sich bei der Aktion über­ gutes Wetter freuen. Dabei wurde allerhand Unrat gefunden.

. Bei strahlendem Sonnenschein haben Michael Trümper und André Wahl am vergangenen Samstag die Pflanzkästen an der Schwanenstraße mit Stiefmütterchen bestückt. „Weil wir gerne in einer schönen und blühenden Stadt wohnen“, klären die Männer über ihre Intention aus. Im Zuge des diesjährigen Dreck-weg-Tages der Stadt Wülfrath, der jährlich im Zuge der Kampagne „WIR für ein sauberes Wülfrath. Wülfrath Im Reinen“ seitens der städtischen Abfallberaterin Ulrike Eberle initiiert wird, engagierten sich in den vergangenen Tagen einige Organisationen, Vereine und Privatpersonen. „Wir gehören zu einer 30-köpfigen Gruppe der Jehovas Zeugen und sind an mehreren Stellen aktiv“, verrät André Wahl, der gebürtiger Wülfrather ist. „Zudem ist diese Pflanzaktion eine tolle Trockenübung für den eigenen Garten.“ Ein paar weitere Engagierte der Jehovas Zeugen ließen sich entlang des Raiffeisen Marktes finden.

Die Helfer fanden eine Tasche
mit Schwimmsachen

„Wir möchten mit dieser Aktion ein Zeichen setzen und sensibilisieren“, so zwei Damen, die namentlich nicht erwähnt werden möchten. In ihren Müllsäcken, die sie ebenso wie alle weiteren Utensilien vom Baubetriebshof zur Verfügung gestellt bekommen haben, sammelten die beiden Frauen größtenteils Plastik- und Glasmüll ein. Auch Tanja und Lara Demski waren im Einsatz. „Wir haben sogar eine Tasche mit Schwimmsachen gefunden. Die ist eher eine Fundsache anstatt Müll“, ist sich Tanja Demski sicher. Mit ihrer Tochter und weiteren Schülern des Gymnasiums Wülfrath säubert sie erstmalig den Bereich um den Real Markt. „Die Straßen- und Gehwege sind gar nicht so dreckig, aber im Gebüsch lässt sich viel Plastikmüll, besonders Bonbonpapiere- finden“, fasst Tanja Demski mit einem Blick in ihren Müllbeutel zusammen.

Nur wenige Meter weiter findet man den Bürgerverein Flandersbach, gemeinsam mit Mitgliedern der Wülfrather FDP. Gemeinsam säubert die fast 20-köpfige Gruppe den Karl-August-Knof-Platz in Flandersbach, jätet Unkraut und pflanzt Frühlingsblumen. „Wir sind jährlich beim Dreck-weg-Tag dabei. Bei uns ist heute groß Reinemachen angesagt“, so Dirk Klüser. Der Vorsitzende des Bürgervereins kümmert sich gemeinsam mit weiteren Mitgliedern um das Areal entlang des Dorfplatzes, auch außerhalb des Säuberungstages.

Auch entferntere Plätze wurden an dem Dreck-Weg-Tag gereinigt

„Hier kommt die Stadt nicht hin“, berichtet Dirk Klüser. „Daher ist ein Dreck-weg-Tag für uns nichts Außergewöhnliches.“ Das symbolische Zeichen findet der Flandersbacher trotzdem gut. Und so wurden auch entferntere Plätze anlässlich des Dreck-weg-Tages angefahren und gesäubert. „Dabei haben wir sogar zwei alte Autoreifen gefunden.“

Allein am Samstag ließen sich auf der Anmeldeliste der Abfallberaterin gut 300 Personen finden, doch auch an den umliegenden Tagen waren viele Gruppen unterwegs, um Müll zu beseitigen. Im vergangenen Jahr wurden auf diese Weise rund zwei Tonnen Müll gesammelt. Für ein sauberes und „noch“ schöneres Wülfrath.