Velbert : Politiker werben für neue Schule

Der Bezirksausschuss sprach sich in seiner Sitzung mehrheitlich für die Errichtung der „Gesamtschule Velbert-Neviges“ aus.

„Die neue Schule trägt zunächst den Namen ,Gesamtschule Velbert-Neviges’, er kann auch geändert werden, darüber wird der Bezirksausschuss abstimmen“, schilderte Reinhard Mickenheim vom Schulverwaltungsamt vor eben diesem Gremium neue Details zur der zweiten Velberter Gesamtschule.

Mindestens 100 Anmeldungen sind für den Schulstart nötig

„In den nächsten Tagen erscheint die zweite Auflage der Broschüre, die alle weiterführenden Schulen in Velbert beschreibt. Am 5. Dezember findet in der auslaufenden Heinrich-Kölver-Schule ein Infoabend mit Vertretern der Bezirksregierung und einem ehemaligen Leiter einer Gesamtschule statt. Das Anmeldeverfahren beginnt am 11. Februar, dazu wollen wir einen weiteren Informationsabend für die Eltern veranstalten“, kündigt Mickenheim an. Er erinnerte daran, dass es an der Gesamtschule Velbert immer wieder zu einem großen Anmeldeüberhang kommt. Wenn im Februar mindestens 100 Kinder für die „Gesamtschule Velbert-Neviges“ angemeldet werden, kann sie am 1 .August 2019 den Betrieb aufnehmen. „Der Standort ist An der Maikammer 46, Teilstandort ist das Waldschlösschen 37, es erfolgt eine horizontale Aufteilung der Jahrgänge fünf bis acht auf den Standort Maikammer, die Jahrgänge neun bis zehn und die gymnasiale Oberstufe werden am Waldschlösschen unterrichtet.“

Esther Kanschat von Bündnis 90/Die Grünen ist optimistisch: „Wir sind sehr froh, dass sich Eltern für eine zweite Gesamtschule entscheiden.“ Harry Gohr (Linke) appellierte an die Eltern, „endlich das vernünftige Angebot in Neviges zu nutzen.“ Matthias Gohr (SPD), gab zu bedenken, dass es, sollten nicht die 100 Anmeldungen zu Stande kommen, keine weiterführende Schule mehr in Neviges geben werde. „Die größten Konkurrenten befinden sich am Dönberg und in Elberfeld. Es ist unheimlich schwierig, für eine Schule zu werben, die es noch nicht gibt.“

August-Friedrich Tonscheid schreckt nicht nur das Kostenszenario von elf Millionen Euro („Am Waldschlösschen ist viel zu machen“), sondern auch die Tatsache, dass Dinge auf den Weg gebracht wurden, die nicht gefruchtet haben. „Die Finanzierbarkeit muss gewährleistet werden.“ Kämmerer Christoph Peitz versicherte, dass dies in der mittelfristigen Finanzplanung machbar sei, räumte aber ein, dass dadurch erhebliche Mittel gebunden werden, die für andere Maßnahmen nicht mehr zur Verfügung stehen, es sei denn, der Rat entscheidet sich für eine Nettoneuverschuldung.

Sollten die 100 Anmeldungen für die Nevigeser Gesamtschule erreicht werden, ist klar, dass die Martin-Luther-King-Schule in Velbert-Mitte, deren Neubau vor sieben Jahren durch einen Investor errichtet wurde, auslaufen wird. Mit Ausnahme von CDU und Velbert anders brachte der Bezirksausschuss die neue Gesamtschule auf den Weg.