Wülfrath : Generation 55 plus: Umfrage soll die Lebensqualität bestimmen

Abgefragt wird ab Mitte Januar auch die Zukunftsplanung.

Der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung steigt deutlich an. Das prognostizieren die Statistiker des Landes (IT.NRW) für die Zukunft. Diese Entwicklung geht auch nicht am Kreis Mettmann oder der Stadt Wülfrath vorbei. Daher findet ab Mitte Januar eine Erhebung zur Lebensqualität und Zukunftsplanung statt, wie die Stadt jetzt informiert. Zufällig ausgewählte Wülfrather der Generation 55 plus erhalten bald die Befragungsunterlagen und sollen diese ausgefüllt zurückschicken.

Geburtenrate ist seit 70ern niedriger als die Sterberate

Der demografische Wandel in Deutschland ist dadurch geprägt, dass seit Anfang der 70er Jahre die Geburtenrate niedriger ist als die Sterberate. Gleichzeitig werden die Menschen immer älter. Zuletzt wurde im Kreis Mettmann ein Anstieg des Anteils von 23,5 auf 31,4 Prozent erwartet. Dies entspricht einem Zuwachs von 34 000 Einwohnern in der Altersgruppe 65 plus auf 145 900 Personen im Jahre 2040. Diese Entwicklung geht im Kreis Mettmann einher mit einem erwarteten Bevölkerungsrückgang um 2,4 Prozent und damit einem weiteren Anstieg des Durchschnittsalters. Wenn man sich das Kommunalprofil der Stadt Wülfrath anschaut, so waren es im Jahr 2014 4762 Menschen die 65 Jahre und älter waren, für das Jahr 2025 rechnet man mit 5295, im Jahr 2040 sogar mit 6061 Menschen dieser Altersgruppe.

Insbesondere auf kommunaler Ebene bringt eine immer älter werdende Bevölkerung Herausforderungen mit sich. Heutzutage spricht man von „Aktivem Altern“: Die Menschen bleiben länger fit, gesund und leistungsfähig. Eine der Herausforderungen wird aber die Pflegebedürftigkeit und Pflegeplanung des Kreises sein.

Die letzte Umfrage zur Erhebung der Lebensqualität und Zukunftsplanung der Generation 55 plus hatte es im November 2015 gegeben. Damals wurden kreisweit 12 500 Fragebögen versandt. Abgefragt wurde unter anderem der Stand der eigenen körperlichen Aktivitäten oder das „gewünschte Ruhestandsalter“. Darüber hinaus ging es aber auch um die mögliche Übernahme von Pflege- und Versorgungsverpflichtungen. Rund 78,7 Prozent der Befragten gaben im Jahr 2015 an, dass sie gerne daheim im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung alt werden wollen.

Jetzt wird die Umfrage leicht modifiziert wiederholt. Die Ergebnisse der Erhebung soll nicht nur in kommunalen Entscheidungsprozesse für den Kreis, sondern auch auf Stadtebene mit einfließen. Bei Bedarf stehen ehrenamtliche Helfer zur Verfügung, die im Einzelfall beim Ausfüllen unterstützen können.