Wülfrath: Gemeinde St. Maximin sucht Nachfolger für ihren Organisten

Wülfrath : Gemeinde St. Maximin sucht Nachfolger für ihren Organisten

Frater Wilhelm Lindner saß fast zwei Jahrzehnte am Instrument.

Fast 20 Jahre hat Frater Wilhelm Lindner die Orgeln in der katholischen Kirchengemeinde St. Maximin gespielt. Seit Anfang Januar ist der Orgelstuhl leer, denn der Seelsorgebereichsmusiker ist pensioniert. Sein Weggang ist in der Kirchengemeinde zu spüren.

„Wir feiern nicht jeden Tag die Messe mit Orgel“, sagt Pfarrer Jürgen Arnolds, „doch die Messen an den Wochenenden sind natürlich mit Musik.“ Der Ordensbruder der Benediktiner war 17 Jahre als Seelbereichsmusiker in Wülfrath tätig. „Eine lange Zeit“, sagt Arnolds. Glücklicherweise gebe es noch zwei Teilzeitkräfte für den Orgeldienst und die Chöre. Die Gemeinde sei also nicht ganz ohne Musiker.

Auch die Chöre sind von dem Weggang Frater Wilhelms nicht betroffen. Pfarrer Arnolds rechnet damit, dass ein neuer Vollzeit-Kirchenmusiker nicht vor Spätsommer oder Herbst gefunden ist. „Der Markt für Kirchenmusiker ist heutzutage nicht ganz so üppig.“

In den kommenden Wochen wird eine Ausschreibung für die vakante Stelle in Zusammenarbeit mit Regionalkantor Matthias Röttger erfolgen. Röttger bestätigt, dass es generell schwer sei, einen Kirchenmusiker zu finden. „Auch hier gingen die Studierendenzahlen zurück“, erklärt er. Und das, obwohl Kirchenmusiker ein attraktiver Beruf sei. „Die Seelsorgebereichskirchenmusikerstellen sind langfristig gesichert und fair vergütet“, erklärt Röttger. „Jeder Inhaber kann seine Stelle kreativ gestalten.“

Voraussetzung für den Beruf ist allerdings, der katholischen Kirche anzugehören und Kirchenmusik mit den Abschlüssen Diplom/Bachelor/Master/A-Examen/B-Examen (A- oder B-Examen sind ältere Bezeichnungen) gemacht zu haben. „Der Stelleninhaber ist verantwortlich für die Kirchenmusik im gesamten Seelsorgebereich und hat für die organisatorische Planung der Kirchenmusik im Seelsorgebereich zu sorgen“, erklärt Röttger.

Zu seinen Aufgaben gehören die Leitung von Kinderchor, Jugendchor, Kirchenchor und Schola, die Orgeldienste sowie die Pflege der Orgeln und die Koordinierung der kirchenmusikalischen Dienste im Seelsorgebereich. Auch für Ausbildungs- und Fortbildungstätigkeiten kann der Nachfolger verantwortlich sein.

(isf)
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