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Neviges: Gaukelei und Minnesang am Schloss Hardenberg

Neviges : Gaukelei und Minnesang am Schloss Hardenberg

An Fronleichnam startet die 20. Auflage des Mittelalter-Marktes.

Dabei erfreut sich das Spektakulum rund um Schloss Hardenberg nicht nur bei den Besuchern größter Beliebtheit, auch Handwerker und Händler kommen immer wieder gern: „48 sind es in diesem Jahr“, berichtet Andrea Hofer. Die Velberterin ist Finanzministerin der Marktgilde zu Hardenberg, die den Markt seit sieben Jahren organisiert.

Viele Bekannte werden ihre Zelte aufbauen: Fladi, der Schmied und Bogenrausch sind wieder dabei wie die Leibkneterei und das Badehaus. „Waldglas“ reist tatsächlich aus Tschechien an: „Böhmische Glaskunst war im Mittelalter sehr beliebt“, erläutert Hofer. Nach sechs Jahren Pause kommt Curry Coen mit seinem Bräter, der schon den ersten Markt, damals noch unter der Regie vom „Rabenvater“, mit seinen Köstlichkeiten bereicherte. Neben Pulled Pork serviert er Currywurst im Kaiserbrötchen statt im Papp- oder Plastikschälchen: „Das erübrigt die Entsorgung“, sagt Marktgilde-Geschäftsführer Lutz Lembeck. Neu sind auch ein Bierbrauer, der einige Sorten seines selbstgebrauten Gerstensaftes vorstellt, und die „Kräuterwerkstatt“ mit Kräutern und Gewürzen.

Die Künstler ziehen bei ihren Darbietungen über den Markt

Unter den Künstlern finden sich ebenfalls bekannte Gesichter: Tamino der Gaukler, Gawan, der unter anderem als Ritter Kevin auf seinem Steckenpferd Rosinante auftritt, und Lacuna et Ignis, die neben allerlei Gaukelei eine Feuershow präsentieren. Die Gruppe Leones Pugnae werden Ritterkämpfe darstellen, und bei Falkner Ari können zahlreiche Greifvögel bestaunt werden. Nach wie vor verzichtet die Marktgilde auf eine feste Bühne, vielmehr ziehen zum Beispiel die Musiker bei ihren Darbietungen über den Markt: „Dadurch haben sie mehr Gestaltungsfreiheit, das Publikum hat mehr davon wie auch die Händler und Handwerker, weil die Besucher so nicht von den Ständen weggezogen werden“, erläutert Lembeck.

Was wäre der Markt ohne seine Lager? Mindestens zehn Gruppen werden ihre Zelte am Schloss aufschlagen, Handwerkliches aus alter Zeit vorführen und einen Eindruck von mittelalterlichem Leben vermitteln.

Die Organisatoren raten zur Anfahrt mit Bus und Bahn. Die hervorragende Anbindung durch den ÖPNV habe sich in den vergangenen Jahren als erheblicher Vorteil des Nevigeser Marktes herauskristallisiert, sagt Lembeck. „Die S-Bahn ist nur einen Steinwurf entfernt, und der Bus hält direkt am Haupteingang. Das gibt es nur bei uns.“ lue