Ganztagsschulen: Das sichere Mittagessen

Die Stadt will Mittel der Landesregierung für die Aktion „Kinder in Not“ beantragen – und damit den Aufwand der gewöhnlichen Förderung umgehen.

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p class="text"><strong>Wülfrath. Mittagszeit in der Grundschule Ellenbeek: Langsam betreten die Kinder den Speisesaal und freuen sich auf das gemeinsame Mittagessen. Das heutige "Menü": Würstchen, Kohlrabi, Reis und Bananen. Nach einem gemeinsamen Tischgebet beginnt die Mahlzeit - "und es schmeckt gut", sagen Melina und Marco. Das Beste kommt aber zum Schluss: Auf das Eis zum Nachtisch freuen sie sich besonders.

Ausgewogene und gesunde Kost statt Schokoriegel und Gummibärchen: Beim Speiseplan wird auf gute Ernährung geachtet. "Es gibt schließlich Kinder, die mit Chipstüte und Eistee in die Schule geschickt werden", sagt Schulamtsleiter Dietmar Ruda. In Zeiten von Kinderarmut wird das Schul-Essen in den Offenen Ganztagsschulen (Ogata) daher zweifellos immer wichtiger.

Träger Die Wülfrather Ogatas werden vom SKFM (Lindenschule) und Fördervereinen (Parkschule und Ellenbeek) getragen. Die Stadt kann als Nothaushaltsgemeinde kaum Geld beisteuern: "Wir sorgen nur dafür, dass es in den Räumen warm und beleuchtet ist”, sagt Schulamtsleiter Dietmar Ruda.

Kosten Eltern müssen im Normalfall einen nach Einkommen gestaffelten Teilnehmerbetrag (30, 60 oder 100 Euro im Monat) und das Mittagessen (2,50 Euro pro Tag) bezahlen.