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Wülfrath: „Für ein Miteinander in Rohdenhaus“

Wülfrath : „Für ein Miteinander in Rohdenhaus“

Corona hat auch den Bürgerverein Rohdenhaus dazu gebracht, den Jahreskalender außer Kraft zu setzen. Bereits das beliebte Dorffest, welches stets vor den Sommerferien auf dem Platz neben dem Bürgerzentrum am Angerweg veranstaltet wird, musste abgesagt werden.

Und auch der Martinszug durch den beschaulichen Stadtteil findet nicht statt. „Die Situation ist für uns, aber auch für die Besucher zu unsicher“, ist sich Oliver Schwingen sicher. Seit drei Jahren ist er zweiter Vorsitzender des Vereins, organisiert mit seinen Vorstandskollegen Stephan Michaels, Simone Trinkl, Hans Peter Clemens, Monika Kenschner und Patricia Große-Menne die stadtteilbezogenen Feierlichkeiten. Ein solches Jahr gab es in der Vereinsgeschichte aber noch nie.

Auch das Theater Minestrone
ist gerne im Zentrum zu Gast

Dabei war der Bürgerverein auf dem Weg, seine Angebote weiter auszuweiten. „Besonders die Vermietung des Bürgerzentrums hat gut funktioniert. Mitglieder, aber auch andere Bürger haben die Räume für private Feiern genutzt, die Awo hat Waffeltage veranstaltet, es gab diverse Sportangebote“, erinnert sich Oliver Schwingen.

Und auch das Wülfrather Theater Minestrone nutzt die Räumlichkeiten in der oberen Etage des Hauses für sich. Mit diesen Vermietungen finanziert sich der Verein. Um die Kassen nicht auf Links drehen zu müssen, gab es vielseitige Unterstützung. „Und dafür unseren herzlichen Dank“, so Schwingen, der die Unterstützer nicht namentlich nennen möchte, um niemanden zu vergessen.

Ganz langsam nimmt das Vereinsleben im Stadtteil wieder Fahrt auf. Die ersten Sportangebote, wie Zumba und Pilates, werden wieder angeboten. Dafür haben die Kursleiter mit Klebeband Kästen auf den Boden geklebt. „Damit die Sportler wissen, in welchem Bereich sie sich bewegen können“, erklärt Schwingen, der sich darüber freut, dass nach monatelangem Stillstand wieder ein bisschen Leben in die Räume einkehrt.

Es wird wieder zum
Dorftreff eingeladen

Und auch der Dorftreff, der an jedem letzten Freitag im Monat stattfand, soll im September erstmalig wieder angeboten werden. Los geht es um 20 Uhr, teilnehmen kann jeder. „Wir bekommen öfters Nachfragen, wann dieses Treffen wieder stattfindet. Die Mitglieder vermissen das Miteinander. Und wir natürlich auch“, ist sich Oliver Schwingen sicher. Der Kids-Club, der ansonsten stets vor dem Dorftreff stattgefunden hat, wird aber noch weiterhin ausfallen müssen.

Informationen für die Mitglieder gibt es übrigens über eine eigene Whatsapp-Gruppe. Die Homepage ist bisher am nicht vorhandenen Internet gescheitert. „Diese Aufgabe haben wir noch auf der Agenda und wollen uns demnächst darum kümmern“, versichert der zweite Vorsitzende, der noch einen weiteren Plan schmiedet.

In der bevorstehenden Adventszeit möchte der Bürgerverein Rohdenhaus das mittlerweile beliebte Adventscafé organisieren. „Wir hoffen sehr, dass sich die Corona-Lage bis dahin entspannt hat und wir alle gemeinsam dieses Fest feiern können. In der Vergangenheit erfreute sich das Adventscafé großer Beliebtheit.“