Wülfrath : Frühjahrsputz in der Wasserwelt

Eigentlich würde die Wülfrather Wasserwelt derzeit vor der Eröffnung des Außenbereichs stehen, aufgrund der Corona-Pandemie steht der Bäderbetrieb allerdings still. Die 600 Kubikmeter (600 000 Liter) Wasser sind aus dem Schwimmbecken abgepumpt worden, am Beckenrand stehen Farb- und Putzeimer.

„Wir haben unsere Reinigungsarbeiten, die eigentlich in der Winterpause stattfinden, in die aktuelle Schließungszeit gelegt“, berichtet Betriebsleiter Gerd Höhndorf. Vier Teilzeit- und drei Vollzeitkräfte schrubben, putzen und polieren seit einigen Wochen die zahlreichen Armaturen der insgesamt 24 Duschanlagen, streichen Wände und desinfizieren die gesamte Badelandschaft. „Ein Teil der Belegschaft hat zwischenzeitlich beim Kommunalen Ordnungsdienst ausgeholfen, aber auch hier geht es trotz fehlenden Badegästen weiter“, sagt Gerd Höhndorf.

In den kommenden Wochen sollen weitere Verschönerungsmaßnahmen in Angriff genommen werden. Rücksprache wurde bereits mit dem Hochbauamt der Stadt Wülfrath gehalten. „Wir benötigen fachmännische Beratung, können grundsätzlich aber selbst streichen oder vielleicht auch Fliesen legen. Wir haben ein handwerklich begabtes Team in der Wasserwelt“, bemerkt der Betriebsleiter stolz.

Das beweist ein Rundgang durch die derzeit stillgelegte Anliege schon jetzt. Der obere Flurbereich wurde bereits weiß gestrichen. Die Waschbetonwände mit ihrer groben Struktur sollen demnächst mit einer Farbspritztechnik behandelt werden. „Dann wirkt auch der Aufgang hell und freundlich“, sagt Höhndorf.

Ebenfalls in neuem Glanz erstrahlt der Ruheraum der Sauna-Anlage. Die Filteranlage des Beckens wurde gespült, die Wasserzulaufrinnen im großen Edelstahlbecken stehen gereinigt zum Wiedereinbau bereit. Die Terrasse wurde mit einem Hochdruckreiniger gesäubert, die Außenbecken geputzt. „Wir mussten auch ein paar Scheinwerfer im Innenbecken austauschen, weil Wasser hineingelaufen ist und die Leuchtmittel defekt waren“, berichtet Gerd Höhndorf. Unverändert ist hingegen die Decke am Eingangsbereich. Diese wurde im vergangenen Jahr aus Brandschutzgründen entfernt. Im Zuge neuer Brandschutzverordnungen sollen demnächst nicht nur eine neue Decke eingezogen, sondern auch zwei Brandschutztüren installiert werden. „Zunächst müssen wir dafür jedoch einen Bauantrag stellen. Die Bearbeitung wird einige Zeit in Anspruch nehmen“, stellt Dietmar Ruda, Amtsleiter Bildung und Sport, fest.

Wann der Badebetrieb wieder aufgenommen werden kann, steht derzeit noch in den Sternen. „Wir können keinerlei Abstandsregelungen gewährleisten, dafür sind die Umkleide- und Duschbereiche zu eng“, erklärt Gerd Höhndorf. Für einen Start ist das Bad allerdings gut gerüstet. „Wir benötigen rund eine Woche Vorlaufzeit, um das Wasser aufzuheizen und die Wasserqualität vom Gesundheitsamt abnehmen zu lassen. Aber dann könnte es losgehen“, so der Betriebsleiter.