Forum Niederberg soll das neue Wohnzimmer der Stadt werden

Forum Niederberg soll das neue Wohnzimmer der Stadt werden

Die Theater- und Kongresssäle bleiben erhalten.

Velbert. „Das Forum Niederberg soll das neue Wohnzimmer für viele Menschen aller Generationen und gesellschaftlicher Strukturen werden.“ So brachte es Bürgermeister Dirk Lukrafka bei der Infoveranstaltung zum Abschluss der Bürgerbeteiligung zur Zukunft des Veranstaltungshauses auf den Punkt. Als Johann Malcher von der Beratungsfirma Richter mitteilte, dass der Theatersaal, wie von einer großen Mehrheit gewünscht, erhalten bleibt, gab es spontanen Beifall.

Björn Dröscher, Geschäftsführer der Kultur- und Veranstaltungsgesellschaft

Die Zukunft des kleinen und des großen Kongresssaales ist ebenso gesichert. „Der Theatersaal bleibt weitgehend unverändert, allerdings wird er für Rollstuhlfahrer besser zu erreichen sein“, ergänzte der Geschäftsführer der Kultur- und Veranstaltungsgesellschaft Björn Dröscher.

Es wird erhebliche bauliche Veränderungen geben. Der Eingangsbereich wird aufgeweitet mit einem Bistro-Café ohne Verzehrzwang. Die Garderobe weicht einer Art Informationszentrale mit Touristinformation, Ticketverkauf, der Anmeldemöglichkeit für Volkshochschule sowie der Musik- und Kunstschule, dazu kommen Informationen und Dienstleistungen der Stadtverwaltung. Die benachbarte Bücherei wird offene Strukturen und Mehrzweckräume erhalten. Die Vollküche im ersten Obergeschoss verschwindet zugunsten von Seminarräumen der VHS und der Familienarbeit.

Im Untergeschoss werden die nicht mehr nachgefragten Kegelbahnen Platz machen für Kreativräume, Spielzonen und Musiklabore. Daneben wird das Forum in die Höhe wachsen, in dem es über der Bibliothek und dem Mehrzwecksaal für die Musikschule aufgestockt wird, die ehemalige Hausmeisterwohnung wird neu genutzt. So wird Raum geschaffen, damit sich ein lebendiges Bürgerforum entwickeln kann, das mehr als der Aufführungsort von kulturellen Ereignissen sein wird.

Da wäre die Zentralbibliothek, die sich ganz neu aufstellt, die Volkshochschule mit ihren vielfältigen Angeboten und Aufgaben, die Musik- und Kunstschule. Dazu kommen Angebote freier Träger in der Beratung von Familien und Jugendlichen. Die Planer sind sicher, dass sich daraus zahlreiche Kooperationen ergeben werden.

Nach der Erarbeitung des neuen Nutzungskonzeptes folgt ein ehrgeiziger Zeitplan: Eine Woche vor Weihnachten soll der Rat zustimmen, anschließend werden die Planungsleistungen ausgeschrieben, spätestens in einem Jahr muss der Förderantrag gestellt werden, der im besten Fall den Umbau zu 90 Prozent bezuschusst. Nach der Bewilligung könnten ab Januar 2020 die Bauarbeiter im Forum die Regie bis zur Inbetriebnahme im Januar 2022 übernehmen.

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